Juve Plus Milliardenauftrag der Bahn

Beschaffung von neuen Zügen geht mit Reeg an Talgo

Der spanische Zughersteller Talgo hat den Zuschlag für einen Rahmenvertrag für bis zu 100 neue Fernverkehrszüge erhalten. Auftraggeber ist die Deutsche Bahn. In einem ersten Abruf liefert Talgo 23 neue Eurocity-Züge zu einem Preis von 550 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen des Rahmenvertrags liegt bei rund 2,5 Milliarden Euro.

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Die Deutsche Bahn hat den spanischen Zughersteller Talgo mit dem Bau von bis zu 100 neuen Fernverkehrszügen beauftragt. Die erste Lieferung besteht aus 23 Eurocity-Zügen für ingesamt 550 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen des Rahmenvertrags liegt bei rund 2,5 Milliarden Euro.

Axel Reeg
Axel Reeg

Nach einem zwei Jahre andauernden europäischen Vergabeverfahren erteilte die Deutsche Bahn Talgo den Zuschlag für über 100 Züge inklusive Lokomotiven. Bekannt ist der spanische Zugbauer mit Sitz in Madrid einerseits durch seine Höchstgeschwindigkeitszüge, die vorne und hinten in Schnabelform enden und dadurch Energie sparen sollen. Andererseits produziert das Unternehmen regelmäßig Züge für ausländische Kunden, wie etwa die Hochgeschwindigkeitszüge in der Wüste von Saudi-Arabien zwischen Medina und Mekka. Medienberichten zufolge waren auch Siemens und Bombardier an dem Euro-Vity-Auftrag der Deutschen Bahn interessiert.

Den Betrieb für die ersten Fernzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 Stundenkilometern plant die Deutsche Bahn für 2023. Die neuen Züge sollen dann insbesondere auf grenzüberschreitenden Strecken zum Einsatz kommen, unter anderem von Berlin nach Amsterdam oder von Hamburg in die Schweiz. Für die Deutsche Bahn ist es bereits der zweite Lieferauftrag, den sie an Talgo vergibt: Von 1994 und 2009 belieferte Talgo den deutschen Konzern mit mehreren Schlafwagenzügen.

Berater Talgo
Reeg (Mannheim): Dr. Axel Reeg (Federführung; Vergaberecht/Finanzierung), Ricarda Fahrbach (IT-Recht), Dr. Wolfgang Schmid (Vergabrecht/Compliance), Isabel Bento Bilbao (Corporate)

Berater Deutsche Bahn
Inhouse Recht: Jens Bernhardt (Vergaberecht), Dr. Justus Wilke

Hintergrund: Talgo setzte sowohl im Vergabeverfahren als auch in den damit verbundenen Vertragsverhandlungen auf die Mannheimer Boutique Reeg, deren Anwälte unter anderem einen starken Bezug zu Spanien haben und teilweise als Anwälte dort zugelassen sind. Der Kontakt von Namenspartner Reeg zur Mandantin reicht viele Jahre zurück zu seiner Zeit bei Schilling Zutt (heute SZA Schilling Zutt Anschütz). Bei der Gründung einer eigenen Kanzlei übernahm Reeg auch die Mandate von Talgo. Seitdem berät er die deutsche Talgo-Tochter zu Vergabeverfahren sowie zu Instandhaltungsverträgen.

Auf Auftraggeberseite stemmte ein auf Beschaffungsfragen spezialisiertes Team der Deutschen Bahn das Vergabeverfahren. (Melanie Müller)

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