Die Transaktion soll zwischen dem vierten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Kelvion hat seinen Hauptsitz in Herne und ist besonders stark im Bereich Kühltechnologien für Rechenzentren positioniert − dem größten und am schnellsten wachsenden Geschäftsbereich des Unternehmens.
Das vor über 100 Jahren in Deutschland gegründete Unternehmen wurde 2014 von Triton übernommen und firmierte damals noch als Gea Heat Exchanger Group. Seitdem hat Kelvion sein Portfolio strategisch auf Hightech- und Greentech-Trends ausgerichtet.
Kelvion erlangte europaweite Bekanntheit im Zusammenhang mit dem Galapagos-Restrukturierungsfall. Galapagos war der Name einer Holding, unter der Triton 2014 die von der Gea gekauften Schwesterunternehmen Kelvion und Enexio gruppiert hatte. Der Erwerb wurde durch Anleihen finanziert. 2019 geriet die Gruppe in Schieflage, es kam zu parallelen Insolvenzverfahren in Deutschland und England, der Brexit verkomplizierte das Geschehen zusätzlich.
Letztlich bestätigte der Londoner High Court of Justice 2023 den britischen Weg des Verfahrens, in dem Triton als einzige Bieterin die Gesellschaften von einer Sicherungsagentur zurückkaufte. Der deutsche Verwalter Dr. Frank Kebekus hatte zwar die Bestätigung der Wirksamkeit des heimischen Verfahrens vor dem Bundesgerichtshof erreicht, scheiterte aber vor dem Landgericht Düsseldorf mit dem Begehren, die Vermögenswerte rückübertragen zu lassen.
Die Berater im Überblick
Berater Apollo
Sidley Austin (London): Ramy Wahbeh, Kaisa Kuusk (beide Federführung), Dr. Björn Holland, Ryan Hicks, Ed Gander (alle Private Equity/M&A), Jason Menzies, Jörg Fischer, Rachel Kleinberg (alle Steuerrecht), Stephen Fronk (IT/IP; beide Palo Alto), Jayanthi Sadanandan, Joseph Kimberling (beide Bank- und Finanzrecht), Jen Fernandez, Craig Dukin (beide Washington), Clive Gringras (alle Konfliktlösung), Cathryn Le Regulski (Arbeitsrecht; Washington), Florian Kamp, Tanya Indisova (beide Private Equity/M&A), Justine Fassion (Konfliktlösung; Brüssel); Associates: Ying Liu, Fatima Butt, Silvia Maglio, Jahanzeb Jahania (Chicago), Armin Mustafić, Valentin Specht, Dr. Mario Hirsch, Laura Persin (alle München; alle Private Equity/M&A), Patrick Graham, Avi Kaye, Fraser Tudor, Corinna Linhardt (München; alle Steuerrecht), Jessica Lowe (Private Equity), Paul Kariyawasam (IT/IP; Palo Alto), Daniele Bossola (Bank- und Finanzrecht), Carys Golesworthy (Konfliktlösung; Washington), Joanna Janica, Ryan Martin (beide Arbeitsrecht; beide Chicago)
Paul Weiss Rifkind Wharton & Garrison (London): David Carmona, Matthew Friedman (beide Corporate/M&A), Annie Herdman (Kartellrecht; alle Federführung), Matthew Goldstein (Corporate/M&A), Brian Grieve, Deeksha Rathi (beide Steuerrecht), Lucy Jenkins, James Parkinson, Ashley Hearn, Caitlin Ludwigsen (alle Corporate/M&A), Samir Kurani (Steuerrecht), Charles Crandall, John Magruder (beide Kartellrecht)
Berater Triton
Kirkland & Ellis (München): Dr. Benjamin Leyendecker, Dr. Florian Sippel (Frankfurt; beide Federführung), Dr. Hendrik Braun, Dr. Sebastian Häfele (alle Private Equity/M&A), Dr. Michael Ehret, Tim Nobereit (beide Steuerrecht), Dr. Jörg Weber (Debt Finance); Associates: Dr. Moritz Evertz (Frankfurt), Juliane Hubert, Frederick Eggert, Dr. Maximilian Licht, Melissa Afraz, Alexander Stahl (alle Private Equity/M&A), Emanuel Götz (Steuerrecht)
Schweibert Lessmann & Partner (Frankfurt): Dr. Rüdiger Hopfe (Federführung), Priscilla Ries (beide Arbeitsrecht)
Hintergrund: Für die Käuferin traten hier federführend die Londoner Corporate-Partner Wahbeh und Kuusk von Sidley Austin auf. Eine tragende Rolle spielte zudem der Münchner Partner Holland. Wahbeh und Kuusk wechselten 2023 von Paul Weiss zu Sidley Austin und setzten dort ihre Beziehung zu Apollo und bestimmte Mandate fort. Als Drittel-Teilhaberin der Oldenburgischen Landesbank vertrat das Duo die Investorin etwa im Frühjahr 2025 beim Übergang des Kreditinstituts an die Targo Deutschland, eine Tochter der französischen Crédit Mutuel Alliance Fédérale.
Das Londoner Büro von Paul Weiss beriet Apollo nun zu den finanziellen und kartellrechtlichen Aspekten der Transaktion.
Kirkland & Ellis berät Triton auf internationaler Ebene regelmäßig. Die renommierten Partner Leyendecker und Dr. Tobias Larisch standen der deutsch-schwedischen Investorin etwa Ende 2024 zur Seite, als diese den Geschäftsbereich Sicherheits- und Kommunikationstechnologie von der Bosch-Gruppe erwarb. Larisch war im August von Latham & Watkins zu Kirkland gewechselt, gehörte zum Startteam des neu eröffneten Büros in Frankfurt, wie auch Sippel, Co-Lead beim Kelvion-Deal, der von Noerr in die US-Kanzlei wechselte.
Dr. Leo Plank und Dr. Bernd Meyer-Löwy, beide Restrukturierer, vertraten zu ihren Kirkland-Zeiten die Luxemburger Galapagos-Holding vor dem High Court. Sie waren ergänzend zu Londoner Beratern der Kanzlei tätig. Plank ist nach dem Ausscheiden aus der Partnerschaft von Kirkland zum Februar 2025 in München als Einzelanwalt ansässig, Meyer-Löwy ist seit August 2024 Counsel bei Quinn Emanuel.
An der Seite von Kirkland beriet einmal mehr die Frankfurter Boutique Schweibert Lessmann zum Arbeitsrecht. Diese Beziehung besteht bereits seit 2017. Partner Hopfe und Larisch kennen sich seit gemeinsamen Tagen bei Freshfields, das erleichterte den Kontakt zum 2024 mit Larisch neu etablierten Frankfurter Kirkland-Büro.
Im Mai 2025 hatte Triton ein weiteres Unternehmen aus Herne veräußert: die Raumlufttechnikspezialistin FläktGroup ging mit Latham & Watkins für 1,5 Milliarden Euro an den Samsung-Konzern.