Den Auftakt macht München schon in diesem Jahr. Neben den beiden Städten in Bayern und Hessen hatte sich auch Düsseldorf um reguläre Hauptrundenspiele bemüht und geht nun leer aus.
Das Spiel in München wird eines von fünf internationalen Spielen sein, die die NFL in diesem Jahr ausrichtet. Neben der Partie in Deutschland, finden drei Begegnungen in Großbritannien und eine in Mexiko statt.
Marketingoffensive bereits gestartet
Die NFL hatte im vergangenen Herbst angekündigt, neben London auch in Deutschland Football-Partien auszutragen und damit dem wachsenden Interesse an der Liga gerecht zu werden.
Im Dezember gab die Liga zudem bekannt, dass die New England Patriots, Tampa Bay Buccaneers, Kansas City Chiefs und Carolina Panthers ihre Marketingaktivitäten zukünftig auf Deutschland ausweiten dürfen. Die Rechte gelten zunächst für mindestens fünf Jahre.
Berater National Football League
Morrison & Foerster (Berlin): Dr. Christoph Wagner, Jannis Werner (beide Medienrecht)
Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Stefanie Beinert, Marius Marx; Associate: Dr. Sebastian Heinrichs (alle Steuern)
Berater Stadt München/FC Bayern München
Lentze Stopper (München): Dr. Felix Holzhäuser, Dr. Martin Stopper (beide Sportrecht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (FC Bayern; München): Jan Klos (Justiziar) – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Für die US-Football-Liga verhandelte Morrison & Foerster-Partner Wagner die Verträge mit der Stadt München und dem FC Bayern München. Wagner eröffnete 2013 für Morrison & Foerster in Berlin. Zuvor war er bei Hogan Lovells. Das Mandat der NFL erhielten Wagner und sein Team dem Vernehmen nach nicht aus dem Netzwerk der Kanzlei, sondern über eigene Beziehungen zum News Corp-Medienimperium von Rupert Murdoch.
Bekannt ist, dass die NFL zur Durchsetzung ihrer Markenrechte in Europa regelmäßig auch auf Osborne Clarke setzt.
Für die Stadt München und den FC Bayern verhandelte die auf Sportrecht spezialisierte Kanzlei Lentze Stopper den Vertrag. Marktinformationen zufolge soll der assoziierte Partner Holzhäuser die Stadt und Partner Stopper den Verein beraten haben, der regelmäßig auf die Sportrechtsboutique setzt. Der FC Bayern München, dem das Stadion gehört, beteiligte sich mit Inhouse-Counsel Klos an den Verhandlungen, der seit Jahresbeginn auch als Datenschutzbeauftragter des Vereins agiert.
Die Berater der um die Austragung konkurrierenden Städte und Vereine sind nicht bekannt. (mit Material von dpa)