Der Konsortialkredit gilt als der bisher größte seiner Art für einen unabhängigen Windenergieanbieter in Deutschland. Zusätzlich zu den 1,4 Milliarden Euro umfasst die Vereinbarung weitere 1,3 Milliarden Euro im Rahmen von Akkordeon-Fazilitäten, die in den kommenden Jahren schrittweise aktiviert werden können.
Das Finanzierungspaket besteht aus fünf Kernkomponenten, darunter ein Term Loan für Zukäufe und Investitionen sowie verschiedene flexibel abrufbare Garantielinien. Statt einzelne Windparks separat zu finanzieren, werden bestehende und künftige Projekte in einer Plattformlösung gebündelt.
Nextwind, 2020 gegründet, hat sich auf den Erwerb und die Optimierung bestehender Windparks spezialisiert. 2023 hatte der Investor Sandbrook Capital im Konsortium mit weiteren Investoren wie PSP Investments und Imco einen Anteil an der britischen Nextwind Capital Holding übernommen, der von Crestline, einem Investor, gehalten wurde.
Auf der Grundlage dieser Transaktion, an die sich Eigenkapitalinvestitionen in Höhe von 750 Millionen Dollar knüpfen, verfolgt Nextwind eine ambitionierte Wachstumsstrategie und plant, seine Erzeugungskapazität bis 2028 auf 3 Gigawatt zu steigern. Langfristig sollen die Windparks zu Knotenpunkten einer nachhaltigen Energieinfrastruktur weiterentwickelt werden.
Die Berater im Überblick
Berater Nextwind
Gleiss Lutz (Frankfurt): Dr. Eva Reudelhuber (Federführung; Finanzierung), Dr. Cornelia Topf (Corporate/M&A), Dr. Ocka Stumm (Steuerrecht), Dr. Tim Weber (Immobilienrecht), Dr. Alexander Fritzsche (Kartellrecht), Dr. Christoph Auchter (Corporate/M&A), Konrad Discher (Immobilienrecht), Dr. Lars Kindler (Regulierung; Düsseldorf); Associates: Sabrina Müller-Krohe, Pascal Urban, Dr. Julia Baldus, Felix Hostenkamp, Jan Neumayer, Ardian Gagica, Cora Seelmann (alle Finanzierung), Dr. Antonius Mann, Michael Clever, Marc Duschek, Maximilian Leisenheimer, Lukas Schulze-Hagen, Hendrik Hupfer, Leonie Schröck, Julia Wohlmuth, Shari Heger (London), Dr. Philipp Jaspers, Christian Schröder, Dr. Walter Andert (Berlin), Dr. Stephanie Lumpp (Stuttgart; alle Corporate/M&A), Dr. Dominik Monz (Steuerrecht), Caroline Saalwächter-Hirsch, Dr. Juliane Langguth (beide Compliance)
Watson Farley & Williams (Hamburg): Dr. Wolfram Böge (Corporate/M&A), Britta Wißmann (Regulierung; Düsseldorf), Sebastian Baum (Immobilien/M&A), Christian Schindler (Corporate/M&A), Prof. Dr. F. Maximilian Boemke (Regulierung), Rob McBride (Finanzierung; London), Tatjana Giutronich (Immobilien/M&A); Associates: Muteber Yalcin, Marian Henkes, Ruwen Fritsche, Josephina Knauf, Albert Merck, Andreas Urdl, Philipp Vogl, Wiebke Westermann, Leonard Wolckenhaar, Felix Wörner, Julia von der Blumensaat, Julian Kasper (alle Corporate/M&A), Dr. Julien Lamott (Streitbeilegung; Düsseldorf), Stefan Riedmeyer, Kristina Buckberry (London; beide Finanzierung), Philipp Kleiner (Regulierung)
Berater Konsortium (Deutsche Bank, ING Bank, LBBW)
Latham & Watkins (Frankfurt): Sibylle Münch (Federführung; Finanzierung), Ulf Kieker (Steuerrecht; München), Ralph Dräger (Finanzierung), Delyth Hughes (Kapitalmarktrecht; London); Associates: André Traute, Verena Birke, Kate Zhu (alle Finanzierung), Pascal Wagenführ (Corporate), Nick Surry (Kapitalmarktrecht; London)
Hintergrund: Nach JUVE-Informationen kam Gleiss über einen Pitch in das begehrte Finanzierungsmandat. 2023 hatte das Team um Topf das Konsortium um Sandbrook Capital bereits zum Kauf der Crestline-Beteiligung beraten. Crestline ließ sich dabei von Addleshaw Goddard beraten.
Am Anfang des Finanzierungsmandats stand die Aufgabe, die unterschiedlich alten und entwickelten Windenergieprojekte neu zu ordnen, um dann im Anschluss eine Plattformfinanzierung zu entwickeln. Bei der Neuordnung der Bestandsprojekte, die sich auch im sogenannten Repowering-Potenzial unterscheiden, arbeitete das Gleiss-Team um Topf und Weber mit Watson Farley zusammen.
Watson Farley kennt viele der Nextwind-Projekte und die dazugehörigen Verträge. Das Hamburger Team um Partner Böge berät Nextwind regelmäßig beim Ankauf von Windparks. Die Praxis hat in der Vergangenheit selbst bereits bei Plattformfinanzierungen mit Entwicklungselementen wie hier bei Nextwind beraten, etwa die des deutschen Solarportfolios der MaxSolar, bei der Watson Farley auf der Seite der Infrastrukturinvestoren Infranity, I Squared Capital und Rivage Investment stand.
Watson Farley trug hier neben der Vorstrukturierung unter anderem zur Due Diligence sowie zum sogenannte UK-Hedging-Paket bei. Die Strukturierung und Verhandlung der Finanzierung überließ sie dem Gleiss-Team um Reudelhuber, die dazu auf der Seite der Banken mit Latham-Partnerin Münch verhandelte.