Juve Plus

Nicht nur die üblichen Verdächtigen

Der zweite Milliarden-Deal innerhalb weniger Wochen: Hengeler-Partner Maximilian Schiessl war im März ein sehr gefragter Mann. So weit, so unspektakulär. Überraschend war im Gefecht um Schering jedoch die Mandatsvergabe durch Bayer.Dass bei Mega-Deals in Deutschland immer wieder der Name Hengeler Mueller fällt, überrascht wohl selbst den unbedarftesten Kanzleimarkt-Beobachter nicht wirklich. Und doch dürfte selbst Dr. Maximilian Schiessl, Düsseldorfer Corporate-Partner bei Hengeler, auf extrem arbeitsreiche Wochen zurückblicken. Denn kaum wurde bekannt, dass Schiessl den Energieriesen E.on beim Endesa- Übernahmeversuch beriet, da tauchte sein Name schon beim nächsten Milliarden-Deal auf. Und wie im Fall E.on/ Endesa handelte es sich um eine Übernahmeschlacht: Der deutsche Pharmakonzern Schering wehrte sich gegen den feindlichen Übernahmeversuch von Merck und fand Hilfe beim Weißen Ritter Bayer. Dieser überbot das Merck-Angebot um gleich neun Euro je Aktie und kam zum Zug. Nach nur wenigen Tagen ohne Verschnaufpause war der 16,3 Milliarden Euro schwere Deal in trockenen Tüchern, kaum vier Wochen nach Bekanntwerden wurde geclosed.

Teilen Sie unseren Beitrag

Weiterlesen mit Juve Plus

  • Zugang zu allen digitalen JUVE Inhalten inklusive E-Paper aller Magazine
  • Exklusiver Zugang zu allen Rankings, Datenanalysen und Hintergrundartikeln
  • Inhouse-Teams erhalten kostenfreien Zugriff
  • Themennewsletter JUVE Business Weekly und JUVE Tech Weekly

4 Wochen gratis testen

Ihre Firma hat bereits ein JUVE+-Abo?

Historisch betrachtet hätten alle drei Parteien Interesse an Unterstützung durch Hengeler haben können. Schließlich beriet die Kanzlei in der Vergangenheit Merck etwa beim Verkauf der US-Tochter VWR International (JUVE 04/04). Und Bayer setzte bei der Neuordnung des Konzerns auf die Sozietät, bei der Abspaltung von Lanxess und deren Börsengang (JUVE 03/05). Doch zogen weder Angreifer noch Weißer Ritter mit Hengeler in den Kampf, sondern Schering, das Objekt der Begierde. Ein nahezu identisches Team um Schiessl wurde dabei sowohl in den Verhandlungen mit Merck als auch mit Bayer aktiv, begleitet jeweils durch Cravath Swaine & Moore in den USA.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de