Juve Plus Scholz & Friends-Kauf

WPP baut auf Dewey, Veräußerer auf Willkie und Watson Farley

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  • JUVE

Die Werbeholding WPP hat nach einem Bieterverfahren die Hamburger Agenturgruppe Commarco erworben, zu der unter anderem der bekannte Werbespezialist Scholz & Friends gehört. Verkäufer sind die Private-Equity- Gesellschaft Cognetas und das Management. Der Unternehmenswert wird auf 150 Millionen Euro geschätzt.

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WPP stemmt die Transaktion aus Eigenkapital. Bis zuletzt mit im Rennen war auch die französische Agentur Publicis.

Cognetas hielt bisher rund 65 Prozent der Commarco-Anteile, der Rest lag beim Management. Auch nach der Transaktion bleiben die bisherigen Manager Christian Tiedemann und Frank Michael Schmidt Geschäftsführer von Commarco. Der Umsatz der Gruppe lag 2010 bei 132,9 Millionen Euro, 1.200 Mitarbeiter sind hier tätig. Zu Commarco zählen rund 30 Werbe- und Spezialagenturen, darunter neben Scholz & Friends etwa deepblue networks, gkkDialogGroup. Lowe und United Visions. Kunden sind zahlreiche deutsche und internationale Unternehmensgrößen wie Tchibo, Opel, Siemens, die Deutsche Bahn, die Deutsche Bank, American Express oder Unilever.

WPP gilt nach eigenen Angaben mit 2.400 Büros in 107 Ländern als das weltweit größte Marketing- und Kommunikationsunternehmen. Dazu gehören Grey, Ogilvy & Mather, JWT und Young Rubicam.

Berater WPP
Dewey & LeBoeuf (Frankfurt): Dr. Thomas Schmuck (Federführung; Corporate), Dr. Michael Holzhäuser (Kartellrecht), Dr. Andreas Mauroschat (Arbeitsrecht), Dr. Frank Tschesche (Steuerrecht); Associates: Semin O (Kartellrecht), Ralf-Steffen Schmitt, Jan Krekeler, Matthias Wagner (alle Corporate), Nadja Heinemann (Arbeitsrecht), Dr. Moritz von Hutten (Finance)
Inhouse (London): Keine Nennungen

Berater Cognetas
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Mario Schmidt (Corporate/Private Equity), Dr. Stefan Jörgens (Corporate/Private Equity; beide Federführung), Dr. Patrick Meiisel, Dr. Bettina Bokeloh (beide Tax), Rolf Hünermann (Kartellrecht), Dr. Christian Rolf (Arbeitsrecht), Jan Wilms (Finance); Associates: Ingo Bednarz (Corporate/Private Equity), Tobias Daubert (Finance), Tobias Dietrich (Kartellrecht), Dr. Markus Käpplinger (Corporate/Private Equity), Marco Müller (Corporate/Private Equity), Jochen Riechwald (Arbeitsrecht), Dr. Stephanie Schmidt-Ehemann (Corporate/Private Equity), Sabine Weber (Tax), Dr. Matthias Werner (Corporate/Private Equity)

Beratung Management Commarco
Watson Farley & Williams: Dr. Dirk Janssen (Corporate; München), Lothar Wegener (Tax; Hamburg; beide Federführung); Associate: Simon Vogel (Corporate; München)

Berater Publicis
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton (Frankfurt): Dr. Klaus Riehmer – aus dem Markt bekannt

Hintergund: Dewey-Partner Schmuck ist schon seit gut zehn Jahren für WPP regelmäßig bei Transaktionen tätig, etwa beim Erwerb der Wiesbadener Concept! (mehr…). WPP hatte bereits 2003 die seinerzeit angeschlagene frühere Scholz & Friends-Muttergesellschaft Cordiant erworben, auch damals war er tätig. Diese Transaktion lag seinerzeit zeitlich nur kurz nach dem MBO, bei dem die Hamburger Gesellschaft sich von der britischen Mutter getrennt hatte und Cognetas eingestiegen war (vor der Umbenennung von Electra Partners) (mehr…). So ging eine Übernahme von Scholz & Friends durch WPP schon 2003 nur knapp daneben. Die Watson Farley-Anwälte waren schon beim Einstieg von Cognetas tätig: Partner Wegener beriet das Management unter der Flagge von Wegener Bechtel Gosselke Schmidt, Janssen als Associate bei Ashurst, die für Cognetas tätig waren.

Willkie war zum ersten Mal für Cognetas tätig, die Anwälte hatten einen Pitch gewonnen, den der Investor speziell für diese Transaktion veranstaltet hatte.


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