Sprachlern-App

Babbel steht mit Skadden und Latham in IPO-Startlöchern

Durch die Corona-Krise im Aufwind bereitet sich die Berliner Sprachlern-App Babbel für den Börsengang vor. Die Aktienplatzierung soll brutto rund 180 Millionen Euro einbringen und voraussichtlich bis Ende des Jahres über die Bühne gehen. Die Einnahmen sollen unter anderem den Ausbau des Geschäfts und die internationale Expansion befördern.

Teilen Sie unseren Beitrag

Stephan Hutter
Stephan Hutter

Im ersten Halbjahr dieses Jahres stieg der Umsatz des Unternehmens eigenen Angaben zufolge um 18 Prozent auf 83 Millionen Euro. Im Corona-Jahr 2020 seien Rekorderlöse von 147 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Zugleich will Babbel nach Abklingen der Pandemie auch das auf Eis gelegte Geschäft mit Sprachreisen wieder aufnehmen. Babbel hatte in der Corona-Krise die Buchungen storniert und den Kunden das Geld zurückgezahlt.

Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und finanziert sich hauptsächlich über Aboerlöse. Bisher seien über zehn Millionen Abonnements verkauft worden. Der größte Einzelmarkt für Babbel seien die USA und dort vor allem englischsprachige Nutzer, die Spanisch lernen.

Im Sommer war der Babbel-Konkurrent Duolingo an die Börse gegangen. Der US-Rivale kam im ersten Halbjahr 2021 auf einen Umsatz von rund 114 Millionen Dollar. Auch Duolingos Umsätze waren während Corona stark gewachsen. Der Börsengang von Duolingo habe keine Rolle für das Timing von Babbels Platzierung gespielt, sagte Babbel-Chef Arne Schepker. Der geplante Börsengang wird bankenseitig von BNP Paribas und Morgan Stanley begleitet.

Berater Babbel
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Frankfurt): Dr. Stephan Hutter (Kapitalmarktrecht; Federführung), Dr. Johannes Frey (Steuerrecht), Dr. Matthias Horbach (Corporate), Caspar Schmelzer (Kapitalmarktrecht); Associates: Lukas Greilich, Christoph Bender, Sebastian Burgis (alle Kapitalmarktrecht), Maximilian Broermann (Corporate)

Inhouse Recht (Berlin): Negar Hosan-Aghaie (General Counsel) – aus dem Markt bekannt
Flick Gocke Schaumburg (Berlin): Dr. Florian Kutt (Steuern), Dr. Irka Zöllter-Petzoldt (Corporate); Associate: Larissa Rickli (Steuern)

Oliver Seiler
Oliver Seiler

Berater Banken
Latham & Watkins (Frankfurt): Dr. Oliver Seiler, David Rath; Associate: Dr. Camilla Kehler-Weiss, Isabel Willius (alle Kapitalmarktrecht)
Inhouse Recht (BNP Paribas; Frankfurt): Charles Eypper 
Inhouse Recht (Morgan Stanley; Frankfurt): Dr. Cornelia Ernst 

Berater Bestandsinvestoren (mit Ausnahme der Gründer)
Noerr: Felix Blobel (Corporate/M&A; Berlin), Dr. Julian Schulze de la Cruz (Frankfurt), Dr. Ralph Schilha (München; beide Kapitalmarktrecht); Associates: Anne-Kristin Schiller (Kapitalmarktrecht/Corporate/M&A; New York), Dr. Philip Schmoll (Frankfurt), Felix Link (München; beide Kapitalmarktrecht), Alison Heinze, Francesc Lloveras Calvo (beide Corporate/M&A; beide Berlin)

Berater Gründer
Poellath (München): Dr. Eva Nase (Corporate/Kapitalmarktrecht), Gerald Herrmann (Steuern); Associates: Stefanie Jahn, Dr. Moritz Lehnert (beide Corporate/Kapitalmarktrecht) 

Hintergrund: Skadden berät Babbel erstmals. Die Kanzlei konnte sich in einem Pitch für das IPO-Mandat durchsetzen. Das Team um den renommierten Frankfurter Partner Hutter ist häufig bei großvolumigen Kapitalmarkttransaktionen im Einsatz, zuletzt etwa beim SPAC-IPO der Signa Sports Group an der New York Stock Exchange.

Latham ist bei Eigenkapitalmarkttransaktionen eine der gefragtesten Adressen hierzulande. Im Frühjahr etwa bei den IPOs von Suse und Synlab. Das Team um Seiler und Rath gewann das Mandat der emissionsbegleitenden Banken für den Babbel-Börsengang ebenfalls über einen Pitch. 

Noerr verfügt über langfristige Mandatsbeziehungen zu einigen der Investoren, die die Kanzlei teilweise auch schon beim Börsengang von Mr. Spex beraten hat.

Poellath berät die vier Gründer der Sprachlern-App, die insgesamt rund 45 Prozent an Babbel halten. (Claudia Otto; mit Material von dpa)

23.09.2021, Anmerkung der Redaktion: Die Erstnotierung der Babbel-Aktien im regulierten Markt war ursprünglich für den 24. September 2021 geplant, doch Babbel Group hat gemeinsam mit ihren Aktionären beschlossen, den Börsengang zu verschieben.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema