Batteriespeicherpartnerschaft

Watson Farley und A&O Shearman bringen Total Energies und Allianz zusammen

Der französische Energiekonzern Total Energies veräußert 50 Prozent an einem Portfolio von elf Batteriespeicherprojekten in Deutschland an Allianz Global Investors. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Anlagen mit einer Kapazität von 789 Megawatt beträgt 500 Millionen Euro. Davon sollen 70 Prozent über Fremdkapital finanziert werden.

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Die Projekte verteilen sich über ganz Deutschland und sollen bis 2028 in Betrieb gehen. Entwickelt wurden sie von Kyon Energy, einer Tochtergesellschaft von Total Energies. Anfang 2024 hatte Total das Münchner Unternehmen erworben.

Der französische Konzern bleibt Betreiber der Anlagen, die in einem neuen Joint Venture weiterentwickelt werden. Die Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 1.628 Megawattstunden sind auf den Energiehandel ausgerichtet. Wenn die Energiepreise günstig sind, speichern sie Energie, um sie bei steigenden Preisen wieder zu verkaufen.

Bankenfinanzierung läuft parallel

Bis zum Closing der Transaktion wird nach JUVE-Informationen eine Bankenfinanzierung aufgesetzt. Deren Basis sind sogenannte langfristige Tolling‑Agreements, die aus den volatilen Cashflows der Batteriespeicher verstetigte und verlässlich kalkulierbare Erlösströme schaffen, die für Investoren und Banken gleichermaßen entscheidend sind.

Für Allianz Global Investors markiert die Transaktion das erste direkte Eigenkapitalinvestment in ein Portfolio von Großbatteriespeichern. Die Investition erfolgt im Namen der Allianz-Versicherungsgesellschaften und des Allianz European Infrastructure Fund II.

Total Energies entwickelt in Deutschland derzeit weitere Projekte im Bereich Offshore-Wind, Solar und Onshore mit einer geplanten Gesamtkapazität von über 14 Gigawatt. Für die Beteiligung an dem Joint Venture hatte sich Marktinformationen zufolge auch Sosteneo interessiert, eine Tochter von Generali Investment.

Die Berater im Überblick

Max Landshut

Berater Allianz Capital Partner
A&O Shearman (Hamburg): Max Landshut (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Udo Olgemöller (Regulierung; Frankfurt), Marie-Luise von Buchwaldt; Associates: Christin Schlorf, Dr. Naemi Czempiel, Johann von Pachelbel, Antonia Pfaff (alle Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (München): Georg Piroth (Director/Senior Counsel Direct Investments), Alexander Suren (Vice President Direct Equity Investments) – aus dem Markt bekannt

Malte Jordan

Berater Total Energies
Watson Farley & Williams (Hamburg): Dr. Malte Jordan (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Stefan Kilgus (Finanzierung), Dr. Maximilian Boemke (Regulierung), Dr. Christine Bader (Kartellrecht), Dr. Sebastian Baum (Immobilienrecht), Manuel Rustler (Steuerrecht; Frankfurt); Associates: Muteber Yalcin (Corporate/M&A), Dr. Marlene Kowerk, Helena Hopmann (beide Finanzierung), Dr. Ruwen Fritsche, Leonard Wolckenhaar (beide Regulierung), Josephina Knauf (Immobilienrecht)

Berater Sosteneo
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Dr. Holger Kraft, Matthias Sethmann (beide Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt

Notariat
Pfisterer & Döbereiner (München): Dr. Benedikt Pfisterer – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die deutsche Praxis für Energietransaktionsprojekte von A&O war nach JUVE-Informationen mit einem Team um den Hamburger Partner Landshut erstmals direkt für die Investment-Tochter der Allianz mandatiert.

In der Vergangenheit hatte A&O Allianz Capital Partners als Teil eines Konsortiums neben unter anderem Norges Bank zum Einstieg beim Offshore-Windpark He Dreiht beraten. Kürzlich hatte die Investmenttochter der Allianz beim Verkauf eines Anteils am Funkturm­betreiber ATC Europe auf Linklaters gesetzt.

Mit dem Einstieg in das Batteriespeicher-Joint-Venture von Total war Marktinformationen zufolge ein deutlich breiteres Team befasst. Neben den Transaktionsdokumenten dürfte insbesondere die aktuell regulatorisch nicht ganz eindeutige Position der Bundesnetzagentur für regulatorischen Beratungsaufwand gesorgt haben – auch auf Verkäuferseite bei Total Energies.

Total Energies vertraute erstmals in Deutschland auf ein Watson Farley-Team um Partner Jordan. Bislang hatte vor allem die Londoner Praxis wiederholt für den französischen Konzern gearbeitet. Bei der Übernahme von Kyon Anfang 2024 ließ sich Total Energies von White & Case beraten.

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