Vor allem im Regulierungsranking kommt Bewegung auf. Mit Arqis, FPS und Orka schaffen gleich drei Kanzleien den Sprung in das Ranking. Sie alle haben ihre Energierechtspraxen in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut. Aecoute, Eversheds Sutherland, PwC Legal und Taylor Wessing steigen zudem ins jeweils obere Tier auf, während DLA Piper an Boden verliert und Rittershaus ganz ausscheidet.
Auch im Ranking ‚Deals/Finanzierungen/Projekte‘ verschieben sich die Kräfte. Die Kanzleien an der Spitze waren allesamt an den wichtigen Infrastrukturdeals des vergangenen Jahres beteiligt. A&O Shearman wird stärker, während Freshfields gemessen an ihrer traditionellen Stärke in diesem Segment an Präsenz einbüßt und deshalb ein Tier nach unten rutscht. Dentons, Ashurst sowie Chatham Partners verbessern sich.
Wenig Bewegung bei den Teams
Während sich die Rankings verändern, bleibt der Personalmarkt vergleichsweise stabil. Größere Verschiebungen betreffen vor allem Spezialisten für Projektfinanzierung und Regulierung. So wechselte Gabriela von Wietersheim von DLA Piper zu Osborne Clarke. Eversheds Sutherland gewann Alexander Wojtek von Bird & Bird, während Letztere in München eine regulatorisch versierte Counsel von Fieldfisher an Bord nahm. Orrick verstärkte sein Team mit dem regulatorisch erfahrenen Vertragsspezialisten Zaid Mansour von Clifford Chance. Für den prominentesten Wechsel sorgte PwC Legal: Der Big-Four-Einheit gelang es, die auf Netzregulierung spezialisierte Shaghayegh Smousavi von CMS Hasche Sigle abzuwerben. CMS kompensierte den Abgang in Düsseldorf mit einem Zugang von Freshfields auf Counsel-Ebene.
Dass es derzeit vergleichsweise wenige prominente Wechsel gibt, liegt auch daran, dass sich viele führende Energierechtspraxen bereits im vorvergangenen Jahr gezielt mit Laterals verstärkt hatten. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach energierechtlicher Beratung hoch. Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit die Assetklasse Energiespeicher, die von der Projektentwicklung über Genehmigungs- und Regulierungsfragen bis hin zu Finanzierung und Transaktionen für eine hohe Auslastung der Kanzleien sorgt.
Die meisten führenden Energierechtspraxen setzen deshalb neben erfahrenen Beratern unterhalb der Partnerschaft überwiegend auf organisches Wachstum. Viele integrieren gezielt Planungs-, Bau- oder Anlagenfachleute, um ihre Mandanten entlang der gesamten Wertschöpfungskette ihrer Assets beraten zu können.
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