In der Diskussion um das Lockstep-System scheint Clifford Chance Pünder einen Kompromiss gefunden zu haben. Grundsätzlich wird es - entgegen den Vorstellungen einiger US-Partner - beim Lockstep bleiben. Nachgedacht wird jedoch über einen Bonus-Pool. Mit der Entscheidung für den Lockstep setzt sich die Linie der Londoner Führung durch. Clifford hatte vor einigen Monaten unter der Ägide des Corporate-Leiters David Childs eine umfangreiche Untersuchung des Vergütungssystem in Angriff genommen, die nun offenbar mit einem "Ja" zum Lockstep abgeschlossen wurde. Deutsches Mitglied des Komitees ist Dr. Thomas Gasteyer. Die vorgelegten Empfehlungen werden jetzt diskutiert, eine endgültige Entscheidung wird, so der deutsche Managing Partner Hans-Josef Schneider, voraussichtlich im Herbst fallen.
Der diskutierte Bonus-Pool soll besonders profitablen Partnern Zahlungen über ihren Lockstep-Anteil hinaus sichern. Die genaue Vorgehensweise bei dieser Verteilung ist derzeit nicht bekannt. Zwar soll dieser Pool allen Partnern offen stehen, doch dürfte er auch als Zugeständnis für die wenigen US-Super-Pointer verstanden werden, welche die in den USA üblichen Sondervergütungen beibehalten wollten, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Schneider wollte diesen Vorschlag nicht kommentieren, erklärte aber: „Die so genannten Rainmaker verdienen in den USA meist deutlich mehr als wir im Lockstep zahlen.“
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