40 unter 40 Konfliktlösung

Andreas Ruster: Holzweg de luxe

Sie haben ihren 40. Geburtstag noch nicht gefeiert, haben sich aber bereits einen Namen gemacht: die JUVE 40 unter 40 Dispute Resolution. Prof. Dr. Andreas Ruster von Willkie Farr & Gallagher gehört dazu.

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Das sagt JUVE

Wenige wissen ganz genau, wie der Wahlausschuss seine Kandidatenliste für die BGH-Anwaltschaft erstellt. Nur so viel ist klar: Es ist kompliziert, es dauert ewig und nur Top-Juristen landen auf den vorderen Plätzen. Wem das gelingt, der freut sich und wird BGH-Anwalt. Außer es handelt sich um Andreas Ruster: Der erreichte im vergangenen Jahr Platz 2 der Liste, bestplatzierter männlicher Bewerber (auf Platz 1 landete die Gleiss Lutz-Counsel Dr. Ines Bodenstein), mit damals 36 Jahren jüngster Bewerber von allen, ein Überflieger. Allerdings gab er das Ticket in die BGH-Anwaltschaft, um das viele ihn beneideten, kurz darauf zurück und wechselte lieber zu Willkie, wo er als Partner einstieg.

Rusters Karriere ist eng verknüpft mit der seines Mentors Prof. Dr. Rüdiger Lahme: Beide waren Associates bei Latham & Watkins – Lahme bereits sehr erfahren, Ruster gerade im ersten Jahr –, als sie 2017 zu Quinn Emanuel wechselten. Lahme wurde Partner, Ruster 2022 Counsel. Beide sind auf Kartellschadensersatz spezialisiert, sie vertreten unter anderem Kläger gegen das Rundholz- und das Zuckerkartell und eine Beklagte im Ethylenkartell. Seit Anfang 2025 führen sie die Mandate als Willkie-Partner – und erschließen sich zunehmend Schiedsverfahren als weiteres Standbein neben den Kartellkomplexen.

Das sagen andere

„Wahnsinnig angenehmer Typ: Er gibt einem immer das Gefühl, auf Augenhöhe zu arbeiten, obwohl er als Jurist einfach viel besser ist. Lässt er aber nie raushängen, sondern treibt uneitel und konstruktiv die Dinge voran. Ein erfahrener Partner, der Ruster als Berufsanfänger im ersten Jahr erlebt hat, hat mir mal erzählt: Man hat damals schon gemerkt, dass der in anderen Sphären unterwegs ist. Das kann ich mir sehr gut vorstellen.“ (Mandant)

Das sagt Andreas Ruster selbst

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Als Partner bei Willkie. Vieles ist wie heute, manches sogar noch besser. Die Dynamik und Energie der Kanzlei ist ungebrochen und wir haben uns im deutschen Kanzleimarkt an die Spitze vorgekämpft. Die seit vielen Jahren eingespielte Litigation-Truppe ist weiter vereint, gewachsen und ein zentraler Pfeiler des Erfolges von Willkie. Und in zwanzig Jahren lese ich die Willkie-Erfolgsmeldungen auf Juve dann aus meinem (noch zu gründenden) Strandrestaurant in Südfrankreich.

Worüber können Sie sich verlässlich aufregen?

Das haben wir noch nie gemacht. Das haben wir schon immer so gemacht. Dafür bin ich nicht zuständig.

Greatest Hits

  • Die Berufsberatungssoftware der Arbeitsagentur hatte eine klare Empfehlung für den 16-jährigen Andreas Ruster: Baumpfleger. Heute vertritt er Dutzende von Sägewerken.
  • Die Rundholzkartelle begleiten mich seit fast zehn Jahren. Milliardenansprüche gegen Bundesländer, politischer Druck inklusive. Grundlegende Fragen zum kollektiven Rechtsschutz, die mich bis zum Europäischen Gerichtshof geführt haben. Mein erster Auftritt in der ARD-Mediathek. Drei erstinstanzliche Klatschen und dann Erfolge in zweiter Instanz, zuletzt eine Verhandlung in Karlsruhe. Das war sehr spannend und prägend.
  • Er landete auf Platz 2 der Bewerberliste für die BGH-Anwaltschaft – und verzichtete.

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