„Die Einführung von leistungsabhängigen Boni war für die deutsche Partnerschaft ein wesentlich größerer Schritt als die Anhebung der Grundgehälter“, sagte Dr. Nikolaus Schrader, Recruitment-Partner der Sozietät. Bislang erhielten Associates einen Bonus erst ab dem vierten Berufsjahr. „Wir wollen mit dem individuellen Bonus eine unternehmerische und flexible Komponente in unser Gehaltssystem einbauen, die den Erfolg der Gesamtsozietät, aber auch die Leistung des Einzelnen abbildet.“ Zur Höhe der Boni machte die Kanzlei bislang keine Angaben. In London zahlt Freshfields seinen Associates seit langem einen Bonus.
Hierzulande verdienten die Freshfields-Berufseinsteiger bislang 80.000 bis 95.000 Euro abhängig von den individuellen Vorqualifikationen. In den Folgejahren stieg das Grundgehalt jährlich um rund 10.000 Euro an. Auch künftig bemisst sich die Höhe des Grundgehalts nur nach den Vorqualifikationen der Bewerber. Nach JUVE-Informationen hatte die Partnerschaft auch ein Vergütungsprinzip diskutiert, wonach die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Praxisgruppe das Grundgehalt bestimmt hätte.
Freshfields hatte wie die meisten deutschen Großkanzleien erst im Sommer 2006 seine Associates-Gehälter angehoben. Derzeit diskutieren mehrere deutsche Kanzleien Gehaltserhöhungen. So bestätigte etwa auch Markus Hartung, Managing Partner von Linklaters: „Wir denken derzeit ebenfalls über eine neue Gehaltsstruktur nach und werden demnächst konkrete Ergebnisse präsentieren.“ (Mathieu Klos)