Deicke hat bereits einer Reihe von Unternehmen als Interims-Unternehmensanwalt zur Seite gestanden, sowohl in Rechts- als auch in anderen Fachabteilungen. Sein Auftrag bei Linde ist allerdings der bislang umfangreichste. Deicke berät das Unternehmen – gemeinsam mit externen Kanzleien – nun unter anderem bei Post-carve-out-Fragen und zeichnet für den Aufbau von Compliance, Corporate Governance und Recht verantwortlich. Erste Gespräche laufen bereits.
Interims-Management auf Rechtsebene ist in dieser Form nach wie vor in Deutschland relativ selten. Wie auch bei Deickes vorherigen Projekten bewegt sich die zeitweilige Beschäftigung von Anwälten im Unternehmen, wenn sie denn überhaupt stattfindet, meist auf Unterstützungsniveau, etwa bei Due Diligences oder anderen personalintensiven Projekten. Die Zahl der Anbieter auch anspruchsvollerer Services nimmt jedoch zu.
Linde Hydraulics entstand im Herbst vergangenen Jahres, als der chinesische Staatskonzern Shandong über seine Tochter Weichai in das Geschäft einstieg (mehr…). Es war die seinerzeit größte Direktinvestition eines chinesischen Unternehmens in Deutschland. Weichai hält heute 70 Prozent an dem Unternehmen. Der Gabelstaplerhersteller Kion ist weiterhin als strategischer Investor beteiligt. Linde Hydraulics beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiter.