Auswirkungen der Krise

Norton Rose verkürzt die Arbeitswoche

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  • JUVE

Norton Rose ergreift ungewöhnliche Maßnahmen, um die Sozietät durch die Finanzkrise zu manövrieren. Anstatt Personal abzubauen oder die Gehälter einzufrieren, setzt das Management der Londoner Kanzlei auf eine Verkürzung der Arbeitszeit.Dazu werden jetzt in London alle angestellten Anwälte und die sonstigen Beschäftigten der Kanzlei um ihre Zustimmung gebeten, im Falle einer sinkenden Auslastung die Arbeitszeit zu reduzieren. Angeboten werden entweder ein Teilzeitmodell, wonach die Mitarbeiter bei 85 Prozent ihres Gehalts einen Tag pro Woche weniger arbeiten oder ein Sabbatical von 4 bis 12 Wochen bei 30 Prozent des Gehalts nehmen.

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Die Vereinbarung, die für alle Angestellten freiwillig ist, soll ab Mai, dem Beginn des nächsten Geschäftsjahres, für ein Jahr gelten. Voraussetzung ist, dass die Mehrheit der Mitarbeiter zustimmt. Aber auch dann solle das Teilzeitmodell nur bei Bedarf in einzelnen Bereichen zeitweise in Kraft treten und keinesfalls pauschal für das gesamte Londoner Büro gelten.

Die beiden deutschen Norton-Rose-Büros in München und Frankfurt sind von dieser Maßnahme zunächst nicht betroffen. „Wir haben uns entschieden, die Zustimmung unserer Mitarbeiter für eine eventuelle Arbeitszeitverkürzung noch nicht einzuholen“, sagte Dr. Alexander von Bergwelt, der deutsche Managing Partner der Kanzlei. „Im Moment ist die Auslastung hier in Deutschland hoch. In manchen Bereichen müssen wir sogar über eine weitere Aufstockung der Teams nachdenken.“

„Unsere Teams sind schlank aufgestellt, deswegen werden wir aus derzeitiger Sicht nicht auf das Modell zur Arbeitszeitverkürzung zurückgreifen müssen“, so von Bergwelt weiter. Zwar wolle man insgesamt kostenbewusst agieren, plane aber keine Personalmaßnahmen.

Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 13. März 2009

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