Das sagt JUVE
Es gibt Spitzenjuristen, es gibt Vollblutunternehmer und es gibt Benedikt Quarch, der beides verkörpert. In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert: Aus dem Co-Gründer von RightNow ist ein Multi-Player im Rechtsmarkt geworden. Quarch ist heute noch bei RightNow tätig, aber auch als Co-Direktor des German Legal Tech Hub unter anderem zuständig für den jährlichen Legal Tech Summit. Zudem berät er Kanzleien beim Einstieg in die KI-Welt. Eines seiner Lieblingsbücher heißt „Utopien für Realisten“. Der Historiker Rutger Bregman argumentiert darin unter anderem, die Zeit sei reif für die 15-Stunden-Woche. Auf die Frage, wie viel er denn in der Woche arbeitet, schätzt Quarch: 60 Stunden. Da er aber so gern arbeite, verlaufe die Grenze zum Hobby fließend.
Dass auch Vollblutunternehmer Pech haben können, musste Quarch zwischenzeitlich erfahren: Die RightNow GmbH, mit der er einst kreditfinanziert Verbraucheransprüche gegen Online-Casinos bündelte, musste Insolvenz anmelden – maßgeblich ausgelöst durch Maltas ‚Bill 55‘, das die Vollstreckung von Urteilen gegen lizenzierte Glücksspielanbieter blockiert. Das operative Inkassogeschäft läuft über die RN Inkasso GmbH weiter – inklusive Sammelklage gegen Elon Musks X.
Das sagen andere
„Benedikt Quarch unterstützt unsere Kanzlei bei der Technologiestrategie. Er hat ein einzigartiges Profil, das ihn mit Blick auf die laufende Transformation branchenweit zu einem herausragenden Ansprechpartner macht. Er hat ein tiefes Verständnis von Legal Tech in der Theorie, aber auch ein umfassendes Bild vom Markt und den zur Verfügung stehenden Tools. Das ist unfassbar wertvoll für uns. Ich persönlich finde es herausragend, dass er so früh – bevor alle auf diesen Zug aufgesprungen sind – kompromisslos die Verknüpfung von Technologie und Rechtsberatung gesucht hat. Dieser Pioniergeist gepaart mit der Qualität macht ihn schon sehr besonders.“ (Kanzleipartner)
Das sagt Benedikt Quarch selbst
Wenn nicht Jura, was dann?
Meine Alternative war Geschichte – die fasziniert mich bis heute. Ich lese immer historische Bücher und werbe dafür, aus der Geschichte zu lernen. Auch in unseren aktuellen, sehr schnelllebigen Zeiten lässt sich daraus viel lernen. So empfehle ich jedem die Lektüre des Buches ‚The Shortest History of AI‘ von Toby Walsh. Auch die – durchaus nicht so lange – Geschichte der KI hilft bei der Einordnung der aktuellen Entwicklungen.
Wann und warum haben Sie zuletzt gelacht?
Meine künftige Frau und ich haben gerade in London die Harry-Potter-Studios besucht. Ich habe ihr dann versucht, Zaubertricks zu präsentieren – und musste sehr über meine eigene Unfähigkeit (in der Hinsicht) lachen.
Was würden Sie gerne lernen?
In der Schule habe ich mal Chinesisch gelernt – das würde ich gerne wirklich können. Außerdem den Schreck meiner Mutter: Fallschirmspringen.
Greatest Hits
- War 2023 bereits einer von ‚40 unter 40‘ im JUVE Rechtsmarkt – damals sogar der einzige unter 30.
- 15,6 Punkte im Ersten Staatsexamen: Quarch hat 2016 als einziger in Hessen die Note ‚sehr gut‘ erreicht.
- Promotion 2019 im Alter von 26 Jahren – natürlich summa cum laude.