Noch im vergangenen Jahr hatte die Kanzlei eine Umsatzsteigerung von 5,7 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008/09 gemeldet. In den Jahren davor hatte die Steigerungsrate sogar immer im zweistelligen Prozentbereich gelegen.
Auf ein positives Ergebnis blickt die deutsche Praxis allerdings beim Umsatz pro Berufsträger zurück: Diesen steigerte sie erheblich um 10 Prozent auf 373.500 Euro. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die rückläufigen Personalzahlen der deutschen Büros, die um 9,5 Prozent zurückgingen: 128 Vollzeitkräfte, darunter 16 Vollpartner, trugen nun zu dem Ergebnis bei.
„Wir freuen uns, dass wir trotz einer Reduzierung der Zahl der Partner um zwei im Jahresdurchschnitt den Umsatz auf gleichem Level halten konnten“, so der deutsche Managing-Partner Dr. Alexander Schröder-Frerkes. „Nach einem Jahr der Konsolidierung werden wir nun wieder auf Wachstum setzen.“
Der stagnierende Umsatz dürfte allerdings nicht nur mit der personellen Entwicklung, sondern auch mit den inzwischen limitierten Expansionsmöglichkeiten der starken IP-Gruppe zu tun haben. Vor allem das Patentteam gilt als so gut im Geschäft, dass Beobachter hier nur noch wenig Spielraum nach oben sehen. Die Gruppe trug während der Wirtschaftskrise erheblich dazu bei, dass Bird & Bird wachsende Umsätze verzeichnen konnte. Zukünftig werden jedoch vor allem auch Bereiche wie Energie und Corporate für steigende Umsätze sorgen müssen. Dem Corporate-Team war erst kürzlich mit der Begleitung des chinesischen Computerkonzerns Lenovo beim Erwerb der Essener Medion AG ein wichtiger Erfolg gelungen (mehr… ).
Das neue Hamburger Bird & Bird-Büro schlug sich noch nicht in den Zahlen nieder, da es erst im Mai 2011 eröffnet wurde (mehr…).