Hamburg

DLA verstärkt sich mit Kartellrechtspartner von White & Case

Zum November wächst DLA Piper in Hamburg mit einem Quereinsteiger: Dr. Justus Herrlinger wechselt als Partner von White & Case, wo er in den vergangenen 17 Jahren gearbeitet hatte, zuletzt ebenfalls als Partner. Der 46-Jährige ist der erste Kartellrechtler im Hamburger DLA-Büro.

Teilen Sie unseren Beitrag

Herrlinger hatte seine anwaltliche Laufbahn 2004 bei White & Case begonnen, 2008 war er dort zunächst zum Local-Partner, im Januar 2017 dann zum Partner ernannt worden. Seine Beratungsschwerpunkte liegen vor allem bei Kartelluntersuchungen, Fusionskontrollverfahren, Unternehmenskooperationen und in kartellrechtlichen Missbrauchsverfahren sowie Schadensersatzklagen. So vertrat er etwa 2019 Edeka Nord in einem prominenten Verfahren um Bierpreise, in dem das Oberlandesgericht Düsseldorf die Kartellbußgelder um mehr als zwei Drittel reduzierte. Zudem beriet Herrlinger auch bei zahlreichen grenzüberschreitenden M&A-Transaktionen. So gehörte er beispielsweise zu dem White & Case-Team, das die DZ Bank 2018 bei der Fusion ihrer beiden Immobilienbanken DG Hyp und WL Bank beriet. Zuletzt stand er außerdem Vattenfall und Engie bei der EU-Fusionskontrolle für den Zusammenschluss mit der Berliner Gasag zur Seite.

Justus Herrlinger

Bei DLA ist Herrlinger nun der erste Kartellrechtler im Hamburger Büro, aber nicht der erste Partner mit White & Case-Vergangenheit: Corporate-Praxisgruppenleiter Dr. Nils Krause und Arbeitsrechtlerin Dr. Henriette Norda hatten früher ebenfalls einmal in der US-Kanzlei gearbeitet. Im Kartellrecht sollen in Hamburg nun noch zwei Associates zeitnah hinzukommen. Die deutsche Praxis hat sich in den vergangen Jahren vor allem in Frankfurt verändert: Dort wechselte 2018 Dr. Michael Holzhäuser zu Ashurst, 2019 wurde dort dann mit Semin O ein Partner intern ernannt. Inklusive dem Brüsseler Partner Daniel Colgan arbeiten mit Herrlingers Zugang nun vier Partner, zwei Counsel und vier Associates bei DLA im Kartellrecht. 

Im Hamburger Büro von White & Case verbleiben nach Herrlingers Abgang noch zwölf Partner, zum Jahreswechsel steigt zudem der bisherige Local-Partner Dr. Lars Petersen zum Partner auf, der zu regulatorischen Fragestellungen und an der Schnittstelle zum Kartellrecht berät. Derzeit arbeiten in der deutschen Kartellrechtspraxis um die Partner Dr. Tilman Kuhn und Axel Schulz noch drei weitere Local-Partner und fünf Associates. Kuhn war vor drei Jahren von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton in das Düsseldorfer Büro von White & Case gewechselt. Schulz arbeitet vor allem von Brüssel aus. Die Kanzlei will sich nun noch auf Associate-Ebene verstärken.

Artikel teilen