Ausbau in München

Dritter Ashurst-Litigation-Partner kommt von Pinsent Masons

Erneut erweitert Ashurst ihre deutsche Konfliktlösungspraxis mit einem Quereinsteiger. Von Pinsent Masons ist zum Mai Dr. Martin Eimer (47) ins Münchner Büro gewechselt. Mit ihm kommt die Associate Dr. Katrin Hansen (34). Damit stärkt Ashurst vor allem ihr Know-how in Anlagenbau-Streitigkeiten und im Wachstumsfeld Massenverfahren.

Teilen Sie unseren Beitrag

Eimer begann seine Laufbahn 2006 bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Düsseldorf. 2015 wurde er, inzwischen nach München gewechselt, Counsel. 2018 wechselte Eimer zu Pinsent Masons, wo er Partner wurde. Er ist auf internationale Bau- und Anlagenbauprojekte spezialisiert, die er über den gesamten Projektzyklus begleitet. In diesem Zusammenhang führt er Verfahren sowohl vor staatlichen wie auch vor Schiedsgerichten.

Martin Eimer

Ein weiteres Standbein, das Eimer insbesondere in der Zeit bei Pinsent Masons entwickelt hat, ist die Begleitung von Massenverfahren. Bekannte Beispiele sind die Arbeit für Volkswagen bei der Abwehr von Dieselklagen, wo Eimer an der Seite der Partner Johanna Weißbach und Christian Schmidt ein großes Team leitete, sowie für den britischen Versicherer Lloyds im Zusammenhang mit dem Komplex Clerical Medical.

Hüben wie drüben: Wirecard beschert Arbeit

Eimer gehörte zudem zu einem Team um Disputes-Praxisleiterin Sibylle Schumacher und Schmidt, das 4.000 Investoren im Streit um Schadensersatz nach der Wirecard-Insolvenz vertritt. Hier ergeben sich Anknüpfungspunkte zur Arbeit bei Ashurst. Im Markt ist bekannt, dass auch deren Prozessspezialisten eine prominente Geschädigte des Wirecard-Skandals begleitet: die Commerzbank.

Tom Connor, EMEA Head of Dispute Resolution bei Ashurst, sagt zum Zugang Eimers: „Deutschland spielt eine wichtige Rolle im Bereich Massenverfahren“, und Eimer bringe auf diesem Gebiet umfassende Erfahrung mit. „Sein Eintritt folgt auf den kürzlichen Zugang von Nick Mavrakis in Sydney und Nathan Willmott in London – und ist Ausdruck unserer strategischen Fokussierung auf den Ausbau unserer weltweiten Kapazitäten im Bereich Dispute Resolution.“

Zwei wachsende Disputes-Praxen

Das von Dr. Nicolas Nohlen geleitete Disputes-Kernteam von Ashurst in Deutschland umfasst mit Eimers Zugang drei Partner, einen Counsel und sechs Associates. Ebenfalls dazu zu zählen sind der Münchner Partner Alexander Ballmann, ein Restrukturierungsexperte, sowie ein auf IP spezialisierter Counsel in Frankfurt, die ebenfalls Prozesse in ihren Fachgebieten führen. Bevor Nohlen 2018 von Hengeler Mueller zu Ashurst wechselte und dort erster Disputes-Partner wurde, hatte Ashurst in Deutschland abgesehen von einem Counsel in München keine Konfliktlösungspraxis.

Auch die Disputes-Praxis von Pinsent Masons ist, ungeachtet des Abgangs von Eimer, in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Neben Praxisleiterin Dr. Sibylle Schumacher gehören dazu die Partner Christian Schmidt und Johanna Weißbach, die 2020 im Doppelpack von Freshfields kamen, ein Counsel sowie etwa 15 Associates.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema