Ende für Testa Hurwitz

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Mitte Januar haben die 60 Partner der ehemals starken Private Equity- und Venture Capital-Kanzlei Testa Hurwitz & Thibeault ihre Auflösung beschlossen. Das in Boston ansässige Unternehmen wird sein Geschäft innerhalb von 60 Tagen abschließen. Fusionsgespräche waren zuvor offenbar gescheitert. Nach der Gründung 1973 hatte Testa Hurwitz insbesondere in der Technologie- und Venture Capital-Sparte durch die Zusammenarbeit mit Goerges Doriots Venture Capital-Unternehmen American Research & Development für Aufmerksamkeit gesorgt. Schon im Jahr 2001 waren die Umsätze bei Testa Hurwitz jedoch laut 'American Lawyer' deutlich abgerutscht. Nach dem plötzlichen Tod des Gründungspartners Richard Testa 2002 hatte sich rund ein Viertel der Partnerschaft entschieden, die Kanzlei zu verlassen. Anfang 2003 waren 34 Associates (neun Prozent) entlassen worden. Schließlich gingen im vergangenen Dezember weitere zehn Private Equity-Partner. Zuletzt arbeiteten 280 Anwälte in der Kanzlei.

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„Testa Hurwitz hatte offensichtlich zu wenig Vorkehrungen getroffen, um den Tod des Kanzleistrategen Testa aufzufangen“, kommentierte Uwe Bärenz, Partner bei P+P Pöllath + Partner in Berlin. Pöllath hat in der Vergangenheit wiederholt mit den Amerikanern zusammengearbeitet. Mit diesem Ereignis habe ein schwieriger Aderlass begonnen, so Bärenz weiter. Die verbliebenen Partner hätten hingegen keine Einigung über eine neue gemeinsame Kanzleistrategie finden können. Insoweit sei der Auflösungsbeschluss die notwendige Konsequenz gewesen. Auf den Private-Equity Markt werde die Auflösung indes kaum Auswirkungen haben, lautet indes die Einschätzung des Berliner Anwalts: „Die Partner wechseln zu anderen Kanzleien und betreuen ihre Mandate unter anderer Flagge weiter.“ (tap)

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