Energierecht

Mazars baut Frankfurter Büro mit FPS-Partner aus

Zum Dezember wird Dr. Hans-Christoph Thomale als Equity-Partner bei Mazars in Frankfurt einsteigen. Der 48-Jährige kommt von FPS Fritze Wicke Seelig, wo er zuletzt als Salary-Partner für das Energierecht verantwortlich war.

Teilen Sie unseren Beitrag
Thomale_Hans-Christoph
Thomale_Hans-Christoph

Thomale begann seine Karriere als Associate bei Becker Büttner Held. 2006 wechselte er zu Aulinger nach Essen, von wo aus es ihn 2010 nach Frankfurt zu FPS Fritze Wicke Seelig zog. Dort sollte er den immobilienrechtlichen Beratungsschwerpunkt der Kanzlei mit dem Energierecht verzahnen. Wie die Kanzlei mitteilte, gelang dies allerdings auch mangels Unterstützung durch die Kanzlei nicht im erwarteten Umfang.

Dennoch schaffte es Thomale eine funktionierende Praxis aufzubauen. Mit seinem Team beriet er regelmäßig in kartellrechtlich, regulatorisch und energievertragsrechtlich geprägten Streitigkeiten tätig. Aber auch die energierechtliche Beratung von Transaktionen übernahm er – zuletzt etwa den Dutch Infrastructure Fund (DIF) beim beabsichtigten Kauf der Steag Fernwärme.

Bei Mazars stößt Thomale auf eine insbesondere in ihrem Rechtsarm wachsende MDP-Einheit. Allerdings hängt die Rechtsberatung noch deutlich hinter der von Big-Four-Gesellschaften zurück.

Am Berliner Standort ist die Regulierungsberatung bei Mazars präsenter besetzt als an anderen Standorten. Sie ist bisher fachlich allerdings weitgehend auf die Beratung von Mandanten aus dem Gesundheitssektor beschränkt. Die Energierechtsberatung litt vor allem, als sich Dr. Florian Brahms im Oktober 2017 mit seiner eigenen Energierechtskanzlei Brahms & Kollegen selbstständig machte.

Mit Thomale baut Mazars nun die Energiesektorberatung in Frankfurt auf. Dies dürfte für beide Seiten von Vorteil sein, da die Regulierungsberatung in der Branche zunehmend auch wirtschaftliche, steuerliche und IT-bezogene Fragestellungen aufweist und kaum mehr von der rechtlichen Kernberatung zu trennen ist. Mit dem Zugang Thomales verfügt Mazars neben der Erfahrung vieler Steuerberater über insgesamt vier Anwälte, die im Energiesektor beraten, davon zwei Equity-Partner und ein Salary-Partner. (Martin Ströder)

Artikel teilen