Falk-Verfahren

Ton der Rechtsberater wird schärfer

Je länger sich das Verfahren um den inhaftierten Alexander Falk hinzieht, desto härter scheint auch die Auseinandersetzung der Anwälte zu werden: Wie jetzt bekannt wurde, legte im Mai Falk-Verteidiger Dr. Gerhard Strate bei der Frankfurter Anwaltskammer Beschwerde gegen mehrere Anwälte von Clifford Chance ein. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen. Clifford hält die Vorwürfe für unbegründet. Eine Kammerentscheidung steht noch aus, die Kammer äußerte sich nicht zum laufenden Verfahren.

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Zum Hintergrund: Clifford hatte im Jahr 2001 das englische IT-Unternehmen Energis, bei der mehrheitlichen Übernahme der Falk-Firma Ision beraten. Die Kanzlei blieb auch in der Folgezeit Berater des Unternehmens. In nahtloser Fortsetzung steht Clifford heute der englischen Energis-Insolvenzverwalterin dabei zur Seite, Ansprüche gegen Falk und andere ehemalige Ision-Vorstände durchzusetzen. Arreste wurden bereits erwirkt, für Falk besteht zudem ein weiterer zivilrechtlicher Haftbefehl.

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