Frankfurt

Schalast baut wieder aus

Hans-Joachim Otto (56) und Nina Klack (42) wechseln zum Februar von Kestler Mielert Otto als Partner in das Frankfurter Büro von Schalast & Partner ein. Als of Counsel stößt zudem der 69-jährige Notar Dr. Stefan von Holst von Heuking Kühn Lüer Wojtek dazu.Otto, dessen Associate Andreas Blumenauer (31) ebenfalls zu Schalast geht, hatte vor fünf Jahren die Kanzlei, die er nun verlässt, mit gegründet. Er ist Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien. Otto widmet nach eigenen Schätzungen etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit der Politik. Der FDP-Mann gehörte zu den Klägern gegen die Bestimmungen des Gesetzes zur Offenlegung der Nebeneinkünfte von Abgeordneten. Mit Otto will Schalast vor allem die TMT-Praxis wieder ausbauen.

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„Viele meiner Mandanten stammen aus dem Banken- und Telekommunikationssektor. Die Fokussierung der Kanzlei Schalast auf diese Themen ist für sie ein großer Mehrwert“,

begründete Otto seinen Wechsel. „TMT wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit bleiben. Neben der Regulierungsberatung, die derzeit eher rückläufig ist, werden wir mit dem neuen Team im Kartellrecht und in Prozessen tätig sein und weiter eng mit der Corporate- und Finanzpraxis arbeiten“, so Kanzleigründer Dr. Christoph Schalast.

Er und Otto kennen sich bereits aus früherer Zusammenarbeit. In den 1990er Jahren waren beide als Partner der damaligen Sozietät Brandt Kestler Lappat Schütt & Partner (heute LSV Lappat Schütt Veltins) tätig.

Die Medienpraxis von Schalast hatte im Sommer einen personellen Rückschlag erlitten, als der angesehene Telekommunikationsrechtler Dr. Georg Berger die Kanzlei verließ und seine eigene Sozietät SBR Schuster Berger gründete (Neue TK-Kanzlei in Düsseldorf).

Die Gesellschaftsrechtlerin Klack, die bei Kestler Mielert Otto als angestellte Anwältin tätig war, soll künftig das so genannte Family Office von Schalast verstärken. Zu ihren Beratungsschwerpunkten gehören Nachfolgeplanung sowie die strukturelle Beratung von Familienunternehmen.

Auch das Gesellschaftsrecht bei Schalast war erst vor kurzem durch den Weggang der Salary-Partner Dr. Martin Bouchon und Dr. Wolfgang Scholl aus der Corporate- und Kapitalmarktpraxis geschwächt worden (Frankfurter Schalast-Team spaltet sich ab).

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Corporate-Praxis steht nun auch die Erweiterung des gesellschaftsrechtlichen Notariats. Mit Christoph Schalast, Otto und von Holst – der seine Arbeit bereits zum Januar aufnimmt und der einzige Notar bei Heuking in Frankfurt war – sind dann drei Notare in der Sozietät tätig.

Wie die Kanzlei Kestler Mielert Otto künftig firmiert, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

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