Auf 191,3 Millionen Euro stieg der Umsatz der von Managing-Partner Andreas Steck geführten deutschen Linklaters-Praxis und damit exakt um 3,7 Prozent. Dazu trugen Großmandate wie die Begleitung der internen Untersuchungen bei der Deutschen Bank und die Beratung von deren Vorstands ebenso bei, wie die Arbeit für die Deutsche Börse bei der geplanten Fusion mit ihrem Londoner Pendant oder große Restrukturierungen. So betreut die Kanzlei etwa die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein bei der Restrukturierung HSH Nordbank.
Linklaters legte damit noch etwas stärker zu als die Wettbewerberin Freshfields Bruckhaus Deringer, die mit 367 Millionen Euro auf ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr kommt. Allerdings schaffte es Freshfields anders als Linklaters, auch ihren Umsatz pro Berufsträger (UBT) deutlich anzuheben. Während bei Linklaters jeder Berufsträger rechnerisch 669.000 Euro erwirtschaftet und die Kanzlei damit nur ganze 0,7 Prozent über dem Vorjahresniveau liegt, steigerte Freshfields die Produktivität um sechs Prozent und kommt nun auf einen durchschnittlichen Umsatz von 776.000 Euro pro Kopf, was für einen Platz unter den Top 10 im Ranking der höchsten UBT reichen könnte.
Weltweit steigerte Linklaters ihren Umsatz noch etwas stärker als hierzulande. Mit 1,3 Milliarden britischen Pfund verzeichnete sie ein Wachstum von fünf Prozent.
Für die Zukunft hat der neue weltweite Managing-Partner Gideon Moore vor allem eine noch effizientere Beratung im Blick. Es sei eines der Hauptziele der Kanzlei diesen Weg fortzusetzen und dabei unter anderem mit Investments in fachliches Wissen und innovative Technik sowie Projektmanagement kosteneffizient zu bleiben und das Angebot durch einer Vielfalt an kostengünstigen Optionen zu ergänzen.
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