Lovells schließt ihr Berliner Büro zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im April 2007. Dies hat das International Executive Committee der internationalen Großkanzlei gestern in London beschlossen. Die dafür ebenfalls nötige Zustimmung der Partnerversammlung gilt als sicher. „Wir wollen unsere Investments in Deutschland auf Standorte mit mehr Potenzial konzentrieren", sagte Dr. Harald Seisler, Regional Managing Partner für Kontinentaleuropa. Zudem sei man langfristig in Berlin zu schmal aufgestellt gewesen. Lovells habe den Berliner Partnern und Mitarbeitern Angebote gemacht, an andere deutsche Standorte zu wechseln, hieß es aus Kanzleikreisen. Wer davon Gebrauch macht, ist jedoch noch unklar. Die jetzige Entscheidung sei eine rein strategische, denn auch das Berliner Büro arbeite profitabel.
Bereits im Mai hatten allerdings die beiden Finanzierungspartner Dr. Thomas Lindemann und Dr. Andreas Schwennicke angekündigt, die Kanzlei zu verlassen und gemeinsam mit mehreren Associates zum Herbst eine eigene Sozietät in Berlin zu eröffnen. Das Financeteam reagierte damit auf die Entscheidung der Kanzlei, sich im Banking-Bereich künftig vor allem auf Frankfurt zu fokussieren. Seither war zunehmend darüber spekuliert worden, ob das Hauptstadt-Büro vor dem Aus steht. Ein Lovells-Sprecher hatte solche Pläne damals allerdings noch zurückgewiesen.
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