Im ersten vollen Geschäftsjahr nach der Abspaltung der Kölner und Freiburger Büros hat die Kanzlei ihren Personalbestand deutlich ausgebaut (+14 Prozent). Folge: Der Umsatz pro Berufsträger (UBT) ging um zehn Prozent auf 343.000 Euro zurück. Mit diesem Wert liegt GvW etwas unter dem UBT der ehemaligen Kollegen, die heute als Friedrich Graf von Westphalen & Partner firmieren und einen UBT von 369.000 Euro erzielten (mehr…).
Beim Umsatz pro Partner hat GvW indes mit 666.000 Euro (+6 Prozent) die Nase vor Friedrich Graf von Westphalen mit 625.000 Euro. Ein Grund dafür ist, dass GvW nach der Abspaltung von Friedrich Graf von Westphalen die Associatezahl erhöht hat und heute mit einer höheren Leverage arbeitet.
Die Form der Arbeitsweise war auch ein Auslöser für die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Kanzlei, die dann im Sommer 2010 zur Spaltung führten (mehr…).
GvW machte 2011 bei einer Kostenquote von fast 60 Prozent einen Gewinn in Höhe von 11,6 Millionen Euro, das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr. Wegen eines in den Ruhestand gegangenen Partners erhöhte sich der Gewinn pro Partner dennoch minimal auf jetzt 278.000 Euro.
„Trotz der erheblichen Investitionen in neue Standorte und insbesondere im Personalbereich konnten wir den Gewinn der Partner stabil halten. Das ist eine schöne Belohnung für die dahinter stehenden Anstrengungen“, sagt Managing-Partner Christof Kleinmann. Dessen Kanzlei ist weiter in Bewegung: Im Laufe des Jahres will GvW mit der Münchner Kanzlei Nachmann fusionieren (mehr…). Zudem wagte sie den Schritt in die Türkei (mehr…) und eröffnete Anfang dieses Jahres einen neuen Standort in Düsseldorf (mehr…).
Die stärkste Praxisgruppe bei GvW ist das Gesellschaftsrecht, das 30 Prozent der Umsätze (7,9 Millionen Euro) einbrachte. Mit 6,2 Millionen entfielen aber immerhin 24 Prozent auf die starke öffentlich-rechtliche Praxis, und 5,8 Millionen Euro (20 Prozent) erwirtschafteten die Bau- und Immobilienrechtler.