Die Schulden von Hanjin International belaufen sich auf fast 5 Milliarden Euro. In Südkorea war das Insolvenzverfahren bereits am 1. September eröffnet worden, bis jetzt haben sich beim koreanischen Insolvenzverwalter Tai-Soo Suk Medienberichten zufolge über 3000 Gläubiger gemeldet. Sie haben demnach Forderungen von rund 730 Millionen Euro.
Wie die Lage in Deutschland einzuschätzen ist, ist noch nicht klar. Das Team um Insolvenzverwalter Penzlin wird sich nach einer Betriebsversammlung bei Hanjin Shipping Europe nun ein Bild machen müssen.
Begleitet wird Hanjin Shipping Europe beim Insolvenzantrag von Manager Dr. Kévin Tanguy und Partner Marcus Blömer von PricewaterhouseCoopers Legal. Hanjin Europe ist langjährige Mandantin des Hamburger Büros der MDP-Kanzlei in rechtlichen und steuerlichen Fragen.
Tanguy, der vor zwei Jahren von Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin zu PwC Legal wechselte, ist ehemaliger Associate von Penzlin und berät im Gesellschaftsrecht an der Schnittstelle zum Insolvenzrecht. Blömer verantwortet Steuerrecht und Steuerberatung.
Penzlin ist derzeit einer der gefragtesten Insolvenzverwalter im Norden, er ist in zahlreiche Verfahren involviert. So arbeitete er nach dem Abschluss des Prokon-Insolvenzverfahrens bei den Insolvenzverfahren von KTG Agrar und KTG Energie erneut mit Sachwalter Stefan Denkhaus von Boege Rohde Luebbehuesen zusammen. Die Kombination Denkhaus-Penzlin ist auch nach dem Prokon-Verfahren bewährt, die beiden kooperieren als Verwalter zum Beispiel auch bei den Insolvenzverfahren der Energieunternehmen EEV und EEV Bioenergie.