Oppenhoff & Partner hat in ihrem Hamburger Büro einen Militärexperten als of Counsel dazu geholt: Christian Fischer (65) war zehn Jahre Ministerialdirigent im Bundesministerium für Verteidigung und leitete dort die Unterabteilung ,Ausrüstung See’.
Fischer war im Verteidigungsministerium Chef der deutschen Marineausrüstung und hatte als solcher beispielsweise auch das Segelschulschiff ,Gorch Fock’ in die Generalüberholung geschickt. Die umstrittene Vergabe zum Mehrzweckkampfschiff MKS 180 konnte er vor seiner Pensionierung nicht mehr zum Abschluss bringen. Das Ministerium wollte sein Ausscheiden nicht kommentieren. Ein Nachfolger wurde nicht benannt, , da die Unterabteilung See 2012 im Zuge der Neuausrichtung der gesamten Bundeswehr aufgelöst wurde.
Fischer amtierte bis 2014 auch als Sonderbeauftragter für die Verwertung von Wehrmaterial, das nicht mehr benötigt wurde. Die Verwertungen wurden – wie die Beschaffungen – vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr koordiniert.
Bei Oppenhoff soll Fischer die Praxisgruppe ,Aerospace und Defense’ um Michael Abels und Dr. Marc Hilber verstärken, die bislang sieben Berufsträger zählt. Fischer wird künftig zu Beschaffungen und Rüstungskooperationen sowie zu Compliance-Aspekten und Exportvorhaben beraten, die möglicherweise dem Kriegswaffenkontrollgesetz oder Außenwirtschaftsgesetz unterliegen.
„Aus seiner jahrzehntelangen Tätigkeit in leitenden Funktionen beim BMVg kennt Christian Fischer die Perspektive des Ministeriums und die haushaltsrechtlichen Bestimmungen bestens“, sagte der Hamburger Partner Prof. Dr. Heiko Höfler. „Und er wird den marineorientierten Aktivitäten von Oppenhoff ein stärkeres Gewicht geben.“ Vergaberechtler Höfler, der auch im Verteidigungssektor gut vernetzt ist, war im vergangenen Jahr von Bird & Bird zu Oppenhoff gewechselt und baut seither den Hamburger Standort für die Kanzlei auf.
Anmerkung der Redaktion: Die Nachricht wurde am 04.02.2019 ergänzt.