Auf der Mitgliederversammlung am 19. März wählten die Mitglieder des BWD Kempermann und Schluck-Amend an die Spitze des Verbandsvorstands.
Sie treten die Nachfolge der beiden Initiatoren Stefan Rizor und Prof. Dr. Thomas Wegerich an, die den Verband seit seiner Gründung im Jahr 2022 geleitet hatten und nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung standen. Die personelle Neuausrichtung war bereits im September 2025 eingeleitet worden, als die beiden Gründer ihren Rückzug zum Ende der Amtszeit angekündigt hatten.
Zum neuen Leitungsteam gehört auch Judith Nikolay, die seit Januar 2026 als Geschäftsführerin des Verbands tätig ist. Zuvor war sie Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Unternehmensjuristinnen und Unternehmensjuristen (BUJ).
Vorstand erweitert
Zudem wählten die Mitglieder Philipp Reusch von der Kanzlei Reusch neu in den Vorstand. Er soll dort die Perspektive spezialisierter Wirtschaftsboutiquen einbringen. Reusch gehörte bereits dem Gründungsvorstand des BWD an, war aber bei der Vorstandswahl im September 2025 nicht mehr Teil des Gremiums gewesen.
Dem Vorstand gehören damit neben Kempermann und Schluck-Amend weiterhin Christof Kleinmann von GvW Graf von Westphalen, Elisabeth Lepique von Luther und Prof. Dr. Ines Zenke von Becker Büttner Held an.
Strategische Neuausrichtung
Mit dem Führungswechsel geht auch eine strategische Weiterentwicklung des Verbands einher. Die Mitglieder verabschiedeten ein Konzept, das den Fokus künftig stärker auf den fachlichen Austausch legen soll. Der Kanzleimarkt befindet sich in einer Phase der Transformation. Der BWD schärft mit einem neuen strategischen Gesamtkonzept sowohl seine Rolle als Forum für Organisationsthemen als auch als Interessenvertretung gegenüber der Politik. Die neue Verbandsspitze will sich unter anderem für wirtschaftsfreundlichere Gesetzgebung und den Abbau von Bürokratie einsetzen, beispielsweise durch flexiblere Arbeitszeitregelungen.
Der BWD vertritt nach eigenen Angaben derzeit 44 Wirtschaftskanzleien in Deutschland.