Wird das bisher hoch geschätzte partnerschaftliche Miteinander bei Freshfields Bruckhaus Deringer auf dem Altar der Fusion mit einer US-amerikanischen Kanzlei geopfert? Das Tempo, mit dem das Freshfields-Management derzeit einschneidende Maßnahmen durchdrückt, ist hoch. Auch leistungsstarke Partner sorgten sich zuletzt darum, was dies für Umgangsstil und Philosophie in der Sozietät künftig bedeutet. Denn bei der jüngsten Abstimmung wurde der Grundstein für die Entwicklung der Sozietät in den nächsten Jahren gelegt. Klar ist jetzt: Um die Profitabilität zu steigern, wird es De-Equitisations geben, weitere Partner – in Deutschland, Paris, China oder anderswo – werden gehen.
Sicher, auf dem internationalen Parkett, auf das Freshfields sein Augenmerk zunehmend richtet, weht ein scharfer Wind. Hier konkurriert man mit anderen Kanzleiriesen wie Clifford Chance oder den Wall-Street-Firmen, die ihrerseits auch nicht schlafen. Doch bilden die starken nationalen Praxen das Fundament jeglicher internationaler Ambitionen. Und auch zuhause lauern expansionshungrige Kanzleien auf mögliche Angriffsflächen.
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