Dr. Thomas Heidel, Besonderer Vertreter der HypoVereinsbank (HVB), hält seine Anfang der Woche vom Mehrheitseigentümer UniCredit betriebene Absetzung für rechtswidrig. "Es ist rechtsmissbräuchlich, wenn derjenige, dem ein Griff in die Kasse der Bank vorgeworfen wird, seine Aktionärsstellung eigennützig dazu einsetzt, die eigene Inanspruchnahme zu verhindern", sagte der 51-jährige Aktienrechtler und Partner von Meilicke Hoffmann aus Bonn.Heidel steht schon seit langem im Mittelpunkt eines aktienrechtlich ungewöhnlichen Falles. Er war auf der Hauptversammlung im Juni 2007 durch die Minderheitsaktionäre der HVB als Besonderer Vertreter bestellt worden, als diese ein gerichtliches Vorgehen gegen UniCredit beschlossen hatten.
Heidel hatte damit eine Sonderposition inne, die es in jüngerer Zeit nur bei der aktienrechtlichen Auseinandersetzung beim Telekommunikationsanbieter MobilCom – heute Freenet – gegeben hat.
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