Insolvenzen 09/10

Gravenbrucher Kreis: Mehr Qualität nachweisen

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Gravenbrucher Kreis: Mehr Qualität nachweisen

Verwalter-Club hat jetzt aktive und passive Mitglieder und damit Platz für neue Namen

+++ Bei vielen Insolvenzverwaltern kommt der Antrieb für mehr Transparenz und Effizienz in den Verfahren nicht von außen. Deshalb zögerten 2008 einige, sich dem ISO-InsO-9901-Zertifizierungstrend anzuschließen: „Machen wir längst intern“, hieß es bei den spezialisierten Kanzleien. Jetzt ist es de Gravenbrucher Kreis, der noch mehr fordert: Mit „InsO Excellence“ legen die
Mitglieder des auserlesenen Zirkels die Latte höher. „Der Qualitätsanspruch unserer Zertifizierung liegt deutlich über denen der bekannten Zertifikate“, sagte Dr. Frank Kebekus von Kebekus & Zimmermann als Sprecher des Kreises. Bis Ende 2012 sollen alle Mitgliedskanzleien die Prozedur durchlaufen haben und anhand von 222 Prüfungspunkten ihre besonders professionelle Handhabung von Unternehmensinsolvenzen dokumentieren. +++

+++ Aus dem Gravenbrucher Kreis gibt es noch mehr Neuigkeiten: Der eigentlich auf 25 Personen begrenzte Verwalter-Club weist jetzt aktive und passive Mitglieder auf. Dadurch gibt es in den kommenden Jahren etwas Spielraum, den Kreis um neue Mitglieder zu erweitern. Zu den acht gewissermaßen emeritierten Anwälten gehören große Namen wie zum Beispiel Dr. Joseph Füchsl, Horst Johlke und Dr. Volker Grub. +++

+++ Weiterhin als aktives Mitglied wird der erfahrene Hans-Peter Runkel geführt, dessen Kanzlei Runkel Schneider Weber in aller Stille einen Generationswechsel erlebt. Die meisten Aktivitäten in der Kanzlei entfaltet seit Jahren Norbert Weber, der vor allem in Wuppertal und Köln bestellt wird. Ende Juli wurde er vom Amtsgericht Köln zum Verwalter der Otto Kind AG im oberbergischen Marienheide ernannt. Das 300 Mitarbeiter starke Unternehmen ist auf Laden- und Lagereinrichtungen spezialisiert. Presseberichten zufolge gab es ein ausverhandeltes Sanierungskonzept, an dem auch RölfsPartner und die Restrukturierer um Thorsten Prigge aus dem Düsseldorfer Büro von Aderhold beteiligt waren. Laut IG Metall kam deshalb der vom Vorstand gestellte Insolvenzantrag überraschend. +++

+++ Ebenfalls in Köln beantragte die kleine Buchhandelskette Middelhauve Insolvenz, die Filialen in Leverkusen und Köln betreibt. Mit dem Namen Middelhauve sind die ersten Veröffentlichungen von Heinrich Böll und der Kinderbuchverlag von Gertrud Middelhauve verbunden. Die Buchhandlungen kämpfen mit der Konkurrenz der großen Ketten und dem Online-Verkauf. Insolvenzverwalter ist Stefan Conrads von Pluta. +++ (ML)


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