Insolvenzrecht

Schultze & Braun wagt sich nach Berlin

Die mit bundesweit 19 Standorten größte deutsche Insolvenzkanzlei Schultze & Braun betritt Neuland: Künftig will sie in dem als 'closed shop' geltenden Berliner Markt auch Verwaltungen übernehmen. Der Anwalt Carsten Cervera (33), der Anfang März von Kübler gekommen ist, soll für Schultze & Braun als Verwalter den Weg in der Hauptstadt ebnen. Cervera war bislang nicht als Verwalter tätig, wirkte jedoch bei einer Reihe von Verfahren als Anwalt im Hintergrund mit. Er ist in vielen insolvenzrechtsnahen Vereinen und Arbeitsgemeinschaften in Berlin aktiv und dürfte somit in der Szene über einige Kontakte verfügen.

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Schultze & Braun betreibt zwar seit Jahren in Berlin eine kleine Dependance, hat jedoch bislang ausschließlich beraten. Neben der Insolvenzverwaltung sollen aus dem Büro heraus auch Zwangsverwaltungen betrieben werden.

Nach Einschätzung von Marktteilnehmern dürfte es für Schultze & Braun nicht ganz einfach sein, in Berlin bestellt zu werden. Strikter als andernorts neigen die Richter dort dazu, Kanzleien zu bevorzugen, die neben der Insolvenzverwaltung keine insolvenznahe Beratung leisten. Allerdings glauben einige Insolvenzrechtler in letzter Zeit ein Aufweichen dieser Praxis erkennen zu können. (Jörn Poppelbaum)

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