Dannhoff, der aus der Rechtsabteilung von Coca-Cola zu Bertelsmann stieß, wird als internationaler Leiter Recht vor allem für die Koordinierung und Steuerung der M&A-Aktivitäten und außerdem für die Umsetzung von Strategien für Streaming-Plattformen verantwortlich sein. Weiterhin koordiniert er die Geschäftsführer und juristischen Abteilungen aller internationalen BMG-Standorte. Dannhoff soll eng mit der Konzernrechtsabteilung zusammenarbeiten, die etwa 17 Juristen umfasst. Dannhoffs bisherige Aufgaben wird größtenteils Bettina Wulf mit ihrem Team übernehmen, das zum Jahreswechsel noch vergrößert werden soll.
BMG mit Hauptsitz in Berlin verwaltet mehr als 2,5 Millionen Song- und Aufnahmerechte. 2013 hatte der Gütersloher Bertelsmann-Konzern BMG komplett übernommen, zuvor hielt der Investor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) 51 Prozent. KKR und Bertelsmann hatten das Unternehmen 2009 gemeinsam gegründet. In Deutschland baute 2009 Dr. Götz von Einem die Rechtsabteilung auf, der weltweit 17 Juristen angehören. Dr. Götz von Einem verbleibt in seiner Position als Senior Vice President Business & Legal Affairs im Unternehmen und berichtet zukünftig an Martin Dannhoff.
Dannhoff hat den Bertelsmann-Konzern rechtlich unter anderem bei der Klage gegen Bertelsmann von mehreren US-Komponisten und Plattenfirmen wegen der Online-Musiktauschbörse Napster begleitet. Von 2003 bis 2008 steuerte er die Verteidigung in diesem Komplex. Weiterhin begleitete er das Joint Venture von Bertelsmann und AOL Deutschland, einschließlich seiner Auflösung und beriet diverse Tochtergesellschaften des Konzerns in Lizenzfragen. Im vergangenen Jahr unterstützte Dannhoff den Konzern juristisch gegen die Schadensersatzklage von drei Bertelsmann-Vertriebspartnern wegen der Schließung des deutschen Bertelsmann-Buchclubs, 2013 begleitete Dannhoff inhouse den Börsengang der Bertelsmann-Fernsehtochter RTL.