JUVE-Top-50

Mittelgroße Sozietäten treiben Kanzleimarkt

Fünf Jahre nach der Lehman-Pleite und dem Ausbruch der Wirtschaftskrise hat sich die Branche der wirtschaftsberatenden Anwaltskanzleien nachhaltig erholt. Im dritten Jahr in Folge legten die 50 größten Kanzleien Deutschlands im Geschäftsjahr 2012/2013 unterm Strich zu. Mittlerweile vereinen sie einen Umsatz von knapp 3,9 Milliarden auf sich.

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Insgesamt wuchsen die JUVE-Top-50 damit gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent.

Allerdings gestaltet sich das Wachstum unterschiedlich. Auf den ersten 20 Plätzen gab es praktisch keine Veränderungen: Der Markt wird weiter von der internationalen Top-Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer dominiert, der einzigen Sozietät, die über der Umsatzschwelle von 300 Millionen Euro liegt. Es folgen wie in den Vorjahren die deutschen Spitzenkanzleien CMS Hasche Sigle und Hengeler Mueller.

Gesamtumsatz der Top-50-Kanzleien 2012/13In Bewegung ist vor allem die zweite Hälfte des JUVE-Top-50-Rankings. Mit Zuwächsen zwischen 17 und 20 Prozent brillieren etwa KPMG Law, Norton Rose Fulbright und Heussen – und damit drei Kanzleien, die stellvertretend für die aktuelle Dynamik am Markt stehen.

So gehören die von den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gegründeten Anwaltskanzleien seit einigen Jahren durchgehend zu den wachstumsstärksten Einheiten am Markt. 

Norton Rose Fulbright hingegen steht für den Typ internationaler Großkanzlei, der durch Allianzen allerorten wächst, allerdings in keinem Land zu den absoluten Top-Kanzleien zählt.

Schließlich steht Heussen für eine Entwicklung der vergangenen fünf Jahre: Seit der Finanzkrise verschiebt sich das Standardgeschäft, das sich zunehmend deutsche Sozietäten mit regionaler Aufstellung sichern. Bis zur Finanzkrise wurde die so genannte Brot-und-Butter-Arbeit viel häufiger von den deutschen und internationalen Top-Kanzleien mitgemacht.

Ausführliche Charts und Analysen finden Sie (hier). (Jörn Poppelbaum)

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