Kanzleiumsätze

Der Kuchen wird immer größer

Autor/en
  • Eva Lienemann

Zwei deutsche Großkanzleien haben es neu in die JUVE Top 10 der umsatzstärksten Kanzleien geschafft: Luther und Heuking Kühn Lüer Wojtek. Dafür stiegen White & Case und Allen & Overy ab. Clifford Chance hat als einzige Top 10-Kanzlei weniger Umsatz als im Vorjahr erwirtschaftet. Dass es neue Kanzleien in der Spitzengruppe gibt, hat auch mit VW zu tun. Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite schwimmen die Wirtschaftskanzleien in Deutschland wieder im Geld: Der Rechtsmarkt ist milliardenschwer. Die 100 umsatzstärksten Kanzleien setzten im Geschäftsjahr 2017/18 zusammengerechnet 6,33 Milliarden Euro um – sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Da waren es noch 5,91 Milliarden Euro.

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Freshfields Bruckhaus Deringer ist erneut die umsatzstärkste Kanzlei in den JUVE Top 100. Die Kanzlei erwirtschaftete einen Jahresumsatz von rund 405 Millionen Euro – ein Plus von gut 10 Prozent. Dies gelang ihr – wie vielen ihrer Wettbewerberinnen – auch dadurch, dass die Kanzlei deutlich mehr Anwälte beschäftigte. Die Verschlankungsphase der Vorjahre ist also offenbar bei vielen Kanzleien nicht mehr angesagt. Diät halten muss in diesen fetten Zeiten niemand. In der Spitze verstärkten die Kanzleien ihre Mannschaften um fast 20 Prozent, wie das Beispiel Luther zeigt. Unter anderem sind dafür Großmandate im Dunstkreis des Dieselskandals verantwortlich, für die einige Kanzleien Heerscharen von angestellten Anwälten brauchen. Innerhalb der Spitzengruppe der ersten 10 hat als einzige Kanzlei Clifford Chance das Personal verringert – und musste einen Umsatzrückgang verzeichnen.

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