Kehrtwende

Haarmann setzt auf Lockstep-Vergütung

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  • JUVE

Haarmann Hemmelrath revolutioniert ihr Vergütungssystem. Seit ihrer Gründung im Jahr 1987 galt die Kanzlei als ein Vertreter gewinnorientierter Leistungsvergütung. Wie die Sozietät nun jedoch mitteilt, wird sie dies mit Beginn des neuen Geschäftsjahres zum 1. Juli ändern - und das gründlich: Die bislang leistungsbezogene Gewinnverteilung wird einem modifizierten Lockstep-Modell weichen. Diesen Quasi-Kulturbruch begründet Prof. Wilhelm Haarmann damit, dass das alte System sich in letzter Zeit als Rekrutierunghindernis entpuppt habe. Als Reaktion auf die Partnerabgänge der jüngsten Vergangenheit sieht Haarmann die Änderungen allerdings nicht. "Die Vergütungsänderung haben wir nicht vorrangig wegen der Abgänge in der letzten Zeit beschlossen", sagte er. "Es geht weniger um Ersatz als um eine zukunftsorientierte Personalpolitik." Das neue System schätzt er als attraktiver für Neueinsteiger ein. "Viele potenzielle Seiteneinsteiger hatten kein Vertrauen in unser altes Vergütungssystem, weil sie nicht wussten, was letztlich für sie unter dem Strich herauskam", schilderte der Namenspartner.

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Konkret sieht das kommende System der Gewinnverteilung vor, die Stufen des Lockstep bis hinauf zu den leistungsstärksten Partnern zu erstrecken. Im Gegensatz zum klassischen Lockstep spielt das Lebensalter keine Rolle für den Aufstieg. Entscheidend seien laut Haarmann „der Gewinn und der Gesamteindruck des jeweiligen Partners. Die Partnerversammlung entscheidet dann über den Aufstieg in die nächste Kategorie“.

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