Cum-Ex-Ermittlungen

Kölner Staatsanwaltschaft veranlasst Durchsuchungen bei Norton Rose und weiterer Kanzlei

Die Kanzleiräume von Norton Rose Fulbright und einer weiteren Kanzlei sind heute durchsucht worden. Dies hat das Handelsblatt zuerst berichtet. Nach JUVE-Informationen fasste die Staatsanwaltschaft Köln dabei auch Büroräume einer multidisziplinären Einheit ins Auge.

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Norton Rose bestätigte gegenüber JUVE, dass es „Ermittlungsmaßnahmen in unserem Büro in Frankfurt“ gegeben habe. Diese stünden „im Zusammenhang mit einem Cum-Ex-Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Köln“. Allerdings weist die Kanzlei darauf hin:  „Norton Rose Fulbright befindet sich dabei im Zeugenstatus.“ Weder die Kanzlei, „noch aktive Mitarbeiter sind in dem Verfahren beschuldigt“.

Man habe die Maßnahmen kooperativ begleitet und werde „auch weiterhin konstruktiv mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Aufarbeitung des Sachverhalts zu fördern“.

Auch bei einer multidisziplinären Einheit fanden Ermittlungen statt. „Wir bestätigen den Vorgang“, teilte die MDP-Einheit mit. Der Durchsuchungsbeschluss habe sich aber nicht auf die Sozietät bezogen.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden auch die Privatwohnung eines ehemaligen Mitarbeiters von Norton Rose als Beschuldigtem sowie dessen neuer Arbeitsplatz durchsucht. „Die Maßnahme dient insbesondere der Auffindung relevanter Kommunikation in Form von E-Mails und sonstiger schriftlicher Korrespondenz“, so die Staatsanwaltschaft. An den Durchsuchungsmaßnahmen waren demnach neben der Staatsanwaltschaft 45 Ermittlerinnen und Ermittler der Kriminalpolizei Recklinghausen, weiterer NRW-Polizeidienststellen, nordrhein-westfälischer und hessischer Steuerfahndungsstellen sowie des Bundeszentralamtes für Steuern beteiligt.

Nach Darstellung des Handelsblatts steht ein früherer deutscher Partner von Norton Rose Fulbright im Fokus der Ermittlungen, der verschiedene Finanzinstitute zu Cum-Ex-Geschäften beraten haben soll.

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