Kurzes Gastspiel

Siemens wieder ohne Noa

Nicht einmal sechs Monate nach Übernahme des Postens ist Daniel Noa nicht mehr Chief Compliance Officer (CCO) von Siemens. Der ehemalige Oberstaatsanwalt ist aber bis Ende 2008 angestellt und soll dem Unternehmen bis dahin als Berater zur Verfügung stehen.Siemens hatte Noa zum Jahresanfang ins Unternehmen geholt, nachdem die Korruptionsaffäre richtig ins Rollen gekommen war. Von Beginn an äußerten sich Anwälte kritisch über diese Entscheidung. So bezeichneten es mehrere als problematisch, dass die Kommunikation zwischen Noa und der mit den internen Ermittlungen befassten US-Kanzlei Debevoise & Plimpton wegen seiner begrenzten Englischkenntnisse schwierig gewesen sei.

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Zudem hätte sich immer wieder bemerkbar gemacht, dass er als Externer nur unzureichend mit den Siemens-Strukturen vertraut war. „Wir hatten eigentlich gehofft, mit ihm einen zentralen Ansprechpartner und Koordinator im Unternehmen zu haben – das war aber leider nicht der Fall“, so ein im Siemens-Komplex tätiger Strafrechtler.

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