Neue Aufgabe

Linklaters-Deutschlandchef Steck wird Managing Partner für Europa

Autor/en
  • Norbert Parzinger

Andreas Steck, derzeit Senior Partner der deutschen Linklaters-Büros, übernimmt zum Januar die neu geschaffene Rolle des Regional Managing Partner Europe. Diese Region umfasst bei Linklaters 17 Standorte mit insgesamt 1.200 Berufsträgern. Wer Steck an der Spitze der deutschen Praxis ablösen wird, ist noch offen.

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Andreas Steck

Die europäische Praxis hatte Linklaters bisher auf drei Regionen aufgeteilt: Westeuropa, Deutschland sowie Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Zusammengenommen sind diese nach der Linklaters-Zentrale in London der mit Abstand bedeutendste Teil der Gesamtkanzlei. Weltweit gehören der Kanzlei rund 2.800 Berufsträger an. „Europa ist bereits ein wichtiges Kraftzentrum für unsere Sozietät. Dieses wollen wir durch eine intensivere Kooperation der einzelnen Regionen noch weiter ausbauen und stärken“, sagte Steck.

Mehr Gewicht im Executive Committee

Der Lissaboner Konfliktlösungspartner Nuno Ferreira Lousa, bisher Regional Managing Partner für Westeuropa, wird Stecks Stellvertreter. Beide gehören dem zwölfköpfigen internationalen Executive Committee der Kanzlei an, in dem der weltweite Managing Partner Paul Lewis und die Vertreter der wichtigsten Regionen und Fachbereiche sowie CFO, COO und Chief HR Officer versammelt sind. Steck ist zunächst in seiner Doppelfunktion als Senior Partner Deutschland und Managing Partner Europa dort Mitglied. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahrs im Mai 2022 zieht Stecks Nachfolgerin oder Nachfolger an der Spitze der deutschen Büros zusätzlich in das Executive Committee ein. Die europäischen Büros verfügen dort dann über drei statt bisher zwei Stimmen.

Der Bankaufsichtsrechtler Steck war 2016 zum Senior Partner der deutschen Linklaters-Büros gewählt und 2019 bestätigt worden. Seine zweite und damit letzte Amtszeit endet turnusgemäß mit dem laufenden Geschäftsjahr Ende April 2022. Es wird erwartet, dass sich bald Kandidaten für Stecks Nachfolge positionieren. Anders als die internationalen Leitungsposten, die nach mehrstufigen Konsultations- und Ratifizierungsprozessen per Ernennung besetzt werden, ist der deutsche Senior Partner direkt von den Partnern gewählt.

Rolle Kontinentaleuropas wächst

Im vergangenen Sommer hatte Steck bereits mit seiner Kandidatur für den Posten des internationalen Managing Partners für Aufsehen gesorgt, war aber am Ende dem Londoner Kapitalmarktrechtler Paul Lewis unterlegen. Kurz zuvor hatte die Kanzlei auch den weltweiten Senior-Partner-Posten neu besetzt; dort fiel die Entscheidung für die Londoner Corporate-Partnerin Aedamar Comiskey und gegen die Mailänder Kandidatin Claudia Parzani. Dass Partner aus Kontinentaleuropa als ernsthafte Kandidaten für beide internationale Führungsposten der Kanzlei in Frage kamen, werteten manche aber bereits als Indiz für die zunehmende Bedeutung – und das wachsende Selbstbewusstsein – der europäischen Linklaters-Büros nach dem Brexit.

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