Bach hatte die Kanzlei, deren Wurzeln bis 1911 zurückreichen, als Einzelanwalt 1975 übernommen und sie über die Jahre zur größten deutschen Spezialkanzlei im Versicherungs- und Haftungsrecht aufgebaut. Dafür zog er sich ab Ende der 1990er-Jahre sukzessive aus der Anwaltstätigkeit zurück, um Bach Langheid ab 2003 als Vollzeitmanager zu führen. Seine Arbeit in der Unternehmensführung, insbesondere der Strategie, internen Organisation und Außendarstellung hat das heutige Bild der Kanzlei nachhaltig geprägt.
So galt der scheidende Managing Partner als einer der stärksten Befürworter für einen Rechtsformwechsel der Kanzlei, mit dem sich auch die Sozietätsstruktur veränderte. Zum Jahresbeginn 2010 hatte sich Bach Langheid in eine Partnerschaftsgesellschaft umgewandelt und den Kreis ihrer Equity-Partner durch das Abschaffen der Salary-Partnerstufe erheblich ausgeweitet (mehr…). Nach Ansicht vieler Wettbewerber gelang es Bach Langheid damit, die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern und einer ganzen Reihe talentierter jüngerer Partner dauerhaft an sich zu binden.
Auf Bach folgen drei Partner, die in der Versicherungsbranche höchstes Ansehen genießen: Langheid baute in knapp zehn Jahren den Geschäftsbereich Beratung auf, in dem die Kanzlei das Aufsichtsrecht, die Produktentwicklung sowie die Begleitung von Großschäden ansiedelt. Langheid wird künftig das Ressort ‚Mandanten und Kommunikation‘ verantworten, zu dem organisatorisch auch das Business Development zählt.
Büsken unterstehen als Fachleiter Haftpflichtversicherung knapp die Hälfte aller Bach Langheid-Anwälte. Er beschäftigt sich mit dem Themen ‚Partnerschaft und Personal‘ und der Nachwuchsrekrutierung. Das Finanz-Ressort übernimmt Müller-Frank, der einer der führenden Spezialisten im Personenversicherungsrecht ist. Unterstützt wird das künftige Führungstrio durch Dr. Christopher Holl, der bislang die Controlling- und Marketing-Funktionen bei Bach Langheid verantwortet.
Weitere Auswirkungen auf die bestehende Kanzleistruktur soll der Wechsel nicht haben. Die Mitglieder des geschäftsführenden Ausschusses leiten ihre jeweiligen Fachbereiche weiterhin. Auch die bisherigen Standortleiter in den vier Büros, darunter Namenspartner Dr. Reinhard Dallmayr, bleiben im Amt.