Seine erste Amtszeit war von einiger Unruhe geprägt: So standen die vergangenen drei Jahre im Zeichen einer Neuausrichtung der Partnerschaft und derjenigen Büros in Deutschland, die strukturell nicht den Ansprüchen von Linklaters entsprachen.
Unter anderem kam es zu einer Überprüfung des Equity-Status mehrerer deutscher Partner, mit der Folge, dass nicht wenige die Kanzlei verließen. Entsprechend ihrer weltweiten Strategie lagerte Linklaters zudem ihre Markenverwaltung in Köln komplett aus.
M&A-Spezialist Lappe, der neben dem Posten des Senior Partners weiter Mandate betreut, nahm sich darüber hinaus persönlich der Weiterentwicklung des Münchner Büros an. Mit seinem Wechsel aus Frankfurt in die bayrische Landeshauptstadt verstärkte sich insbesondere das Corporate- und M&A-Profil des Büros deutlich.
Vor kurzem wurde schließlich das Berliner Linklaters-Büro auf den Bereich regulierte Industrien verkleinert, kurzfristig sollen noch sechs statt bislang neun Partner in der Hauptstadt tätig sein.
In diesem Jahr wird nun auch die Managementstruktur in Deutschland verändert: Zum Jahresende scheidet der operative Leiter der Kanzlei, Managing Partner Hartung, aus dem Amt aus. Er wird sich bereits im Laufe der nächsten Monate stärker auf die Mandatsarbeit konzentrieren, die Funktion wird nicht mehr neu besetzt. Stattdessen soll es einen nicht-anwaltlichen Chief Operating Officer geben. Die strategischen Führungsaufgaben gehen auf Lappe über. (Jörn Poppelbaum)