40 unter 40 Konfliktlösung

Markus Kaul: Diskreter Problemlöser

Sie haben ihren 40. Geburtstag noch nicht gefeiert, haben sich aber bereits einen Namen gemacht: die JUVE 40 unter 40 Dispute Resolution. Dr. Markus Kaul von DLA Piper gehört dazu.

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Das sagt JUVE

Ein Praktikum in Frankfurt im Private-Equity-Bereich brachte Markus Kaul früh zu einer klaren Erkenntnis: Großkanzlei ist nichts für ihn. Inzwischen ist er seit fast zehn Jahren bei DLA Piper, seit 2024 als Counsel. Wie konnte das passieren?

Ab 2013 arbeitete Kaul als wissenschaftlicher Mitarbeiter promotionsbegleitend bei DLA. Seine Wahlstation absolvierte er bei DLA in London. Konfliktlösung liegt ihm eher als Private Equity, das hat er in dieser Zeit schnell gemerkt. 2017 fing er schließlich offiziell als Associate an, im Kölner Büro. Kaul streitet in der Autobranche, vor allem in Zulieferkonflikten. Er führt sowohl Prozesse vor staatlichen Gerichten als auch Schiedsverfahren. Sein zweites Standbein ist die Versicherungs-Litigation, konkret Berufshaftungsmandate. Ein großer Fall betrifft ein Schneeballsystem, quasi ein kleines Wirecard. Kaul war für eine Wirtschaftsprüfereinheit im Einsatz. Auch Fälle von Anwaltshaftung, die andere Großkanzleien betreffen, landen auf seinem Tisch. Kaul ist ein freundlicher Mann, der viel lächelt. Aber auf JUVE-Anfrage, er möge doch hier bitte Ross und Reiter nennen, so ganz im Vertrauen, verweigert er leider jede Auskunft. Wir bleiben dran. Und Markus Kaul bleibt auch dran!

Das sagen andere

„Cooler Typ, stark ausgeprägte Dienstleistungsmentalität, extremely hard working. Er hat sich unter Frank Roth im Kölner Disputes-Team richtig was aufgebaut. Und er ist einfach juristisch extrem fit. Das sage ich nicht über jeden.“ (Wettbewerber)

„Souveräne Verhandlungsführung und exzellente Beratung, die nicht nur juristische, sondern auch wirtschaftliche Aspekte eines Falles gründlich einbezieht.“ (Mandant)

Das sagt Markus Kaul selbst

Über welches Thema können Sie eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung?

Über Kulturunterschiede in der internationalen Arbeitswelt. Ich finde es faszinierend, dass man mit sehr unterschiedlichen Herangehensweisen gleichermaßen gute Ergebnisse erzielen kann. Sich der Besonderheiten bewusst zu sein und sein Verhalten darauf einzustellen, macht in der täglichen Arbeit den Unterschied.

Was nervt in Verhandlungen am meisten?

Überzogene Schauspielerei und Selbstdarstellung – das ist durchsichtig und selten hilfreich. Zum Glück wird das tendenziell eher weniger, und gerade die jüngere Generation zeichnet nach meinem Eindruck aus, höflich im Umgang, aber hart in der Sache zu sein.

Stolzester Moment in Ihrer Karriere?

Das erste Schiedsrichtermandat. Als Person bewusst für dieses verantwortungsvolle Amt ausgewählt zu werden, ist etwas sehr Besonderes.

Greatest Hits

  • Beriet als Associate an der Seite des Partners Dr. Christian Schneider den Versicherer Zurich zu einem D&O-Vergleich zwischen Bilfinger und ehemaligen Vorstandsmitgliedern
  • In derselben Beraterkonstellation begleitete er Zurich als Nebenintervenientin im bis dahin größten Stresstest für das Produkt W&I-Versicherungen: der Klage des japanischen Lixil-Konzerns gegen AIG nach einem verhängnisvollen M&A-Deal.

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