Schröder tritt die Stelle des Juristischen Direktors zum Jahresbeginn 2012 an und wird das Amt fünf Jahre lang ausüben. Das CDU-Mitglied war in den vergangenen rund zehn Jahren in verschiedenen führenden Positionen in der Landespolitik tätig, zuletzt als Chef des Leitungsstabes im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Zuvor war er gut ein Jahr lang Referatsleiter für Medien und Medienrecht in der Sächsischen Staatskanzlei, und davor mehr als sieben Jahre lang parlamentarischer Berater der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages für Medienpolitik und stellvertretender Pressesprecher.
In den verschiedenen Funktionen beschäftigte er sich unter anderem mit Rundfunkänderungsstaatsverträgen, der Finanzanlagepolitik des MDR und den Bemühungen der Rundfunkanstalt zur Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit einzelner Mitarbeiter.
In seiner neuen Position wird sich Schröder um alle wesentlichen rechtlichen Belange des Senders kümmern. Daneben hat die neue Intendantin Wille auch eine temporäre Stabsstelle eingerichtet, die sich mit der Verbesserung der internen Kontrollsysteme im MDR befasst.
Konkret soll sie Aktivitäten zur Aufklärung noch offener Fragen aus dem Bericht einer Untersuchungskommission steuern. Die Kommission hatte die internen Abläufe im skandalgeplagten Sender sowie dessen Kontrollmechanismen durchleuchtet und große Versäumnisse festgestellt. So sei das bisherige Kontrollsystem geeignet, weitere strafbare Handlungen und Regelverstöße zu ermöglichen.
Der MDR war durch Betrugs- und Korruptionsfälle in die Schlagzeilen geraten. So konnte beim durch dem MDR beaufsichtigten Sender Kika der frühere Herstellungsleiter jahrelang Millionenbeträge durch fingierte Rechnungen abzweigen. Der frühere MDR-Unterhaltungschef Udo Foht soll zudem MDR-Briefpapier für private Zwecke benutzt und Dritte zu Zahlungen veranlasst haben. (René Bender)