Mehr Fokus, mehr Führung, mehr Anwälte

Noerr baut Litigation-Praxis um

Konfliktlösung ist ein weites Feld, vor allem bei Noerr mit bisher schon mehr als 100 Anwälten auf diesem Gebiet. Eine feinere Struktur mit spezialisierten Praxisgruppen soll mehr Klarheit schaffen – und Markttrends besser abbilden. So hat Noerr nun beispielsweise ein klar definiertes Team, das für Sammelklagen und Massenverfahren zuständig ist.

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Meier_Anke
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Geleitet wird der Fachbereich Litigation, der nunmehr das Dach für sechs spezialisierte Untergruppen bildet, weiterhin von denselben zwei Partnern, die bisher an der Spitze der Praxisgruppe ‚Prozessführung, Schiedsverfahren & ADR‘ standen: Dr. Anke Meier, Spezialistin für internationales Schiedsrecht aus dem Frankfurter Büro, und Dr. Oliver Sieg aus Düsseldorf, der einen Schwerpunkt bei versicherungsrechtlichen Streitigkeiten hat.

Die neuen Praxisgruppen sind: Schiedsverfahren (geleitet von Anke Meier), Gesellschafts- & Finanzrechtliche Streitigkeiten (Leiterin Christine Volohonsky), Haftung & Versicherung (Oliver Sieg) sowie Kollektiver Rechtsschutz & Massenverfahren (Hans-Christian Kirchner). Ebenfalls unter das Dach von Litigation ziehen die bestehenden Praxisgruppen Compliance & Internal Investigations (Co-Leitung Dr. Torsten Fett und Dr. Sophia Habbe) und Intellectual Property (Tobias Dolde).

Sieg_Oliver
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Die Umstrukturierung resultiert aus Mandantenbedürfnissen, sagt Meier. „Mit der weiterentwickelten Aufstellung besetzen wir bestehende und neue Marktthemen besser.“ Sieg betont: „Das starke Wachstum der bisherigen Praxisgruppe hat auch eine Anpassung der Managementstrukturen erforderlich gemacht.“

Mehr Fokus auf Massenverfahren

Neu in der Riege der Praxisgruppenleiter sind die Münchner Partnerin Volohonsky, die auf gesellschaftsrechtliche sowie insolvenznahe Streitigkeiten spezialisiert ist, und der Berliner Partner Kirchner. Volohonsky hat etwa die Kommunalen Wasserwerke Leipzig in einem aufsehenerregenden Streit über fehlgeschlagene Finanzwetten vertreten, der in London geführt wurde.

Kirchner verantwortete das Mandat als Hauptprozesskanzlei der Deutschen Bank und vertritt das Institut etwa in Kapitalanleger-Musterverfahren (KapMuG-Verfahren). Damit verfügt er über reichlich Erfahrung bei Massenverfahren – und die ist im Markt momentan gefragt wie nie. Zwei Jahre nachdem der deutsche Gesetzgeber die Musterfeststellungsklage als Instrument kollektiven Rechtsschutzes eingeführt hat, hat die EU vor Kurzem noch weitergehende Formen von Verbrauchersammelklagen beschlossen.

Auch die Massenverfahren im Dieselkomplex − Noerr vertritt hier vor allem Audi und Skoda in Tausenden von Verfahren − fallen in den Bereich der neuen Praxisgruppe um Kirchner. Dem Team gehören etwa 30 Anwälte an. Etwas größer noch ist die von Volohonsky geleitete Gruppe der Gesellschafts- und finanzrechtlichen Streitigkeiten. Auf Schiedsverfahren fokussieren sich etwa 15 bis 20 Anwälte, auf IP rund 40, auf Haftung & Versicherung 20 und auf Compliance & Internal Investigations 30 Berufsträger.

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