Dickson Minto gilt als eine der führenden Private-Equity-Praxen Großbritanniens, seit sie in den 1980er-Jahren von den schottischen Anwälten Alastair Dickson und Bruce Minto in Edinburgh gegründet wurde. Die Kanzlei ist insbesondere für ihre Beziehung zu BC Partners bekannt. Das Londoner Büro, das die Kanzlei seit den 1990er-Jahren unterhielt, schließt sich nun Milbank an. Der schottische Standort arbeitet als unabhängige Kanzlei weiter, wird aber auch weiterhin Mandate mit London bearbeiten.
Dickson Minto hat in der Vergangenheit verschiedene Beziehungen zu US-Kanzleien unterhalten. 2008 kündigte sie sogar eine Allianz mit Willkie Farr & Gallagher an. Diese führte jedoch nicht zu einer dauerhaft festeren Verbindung, insbesondere nach dem Wachstum der US-Kanzlei auf dem Londoner Markt. Im vergangenen Monat wurde außerdem gemunkelt, dass Dickson Minto mit der US-Kanzlei Fried Frank Harris Shriver & Jacobson verhandelt.
Der Deal war von dem Münchner Senior-Partner und Leiter der globalen Corporate-Praxis Norbert Rieger ausgehandelt worden. Milbank hat sich in den vergangenen Jahren auf das Wachstum in ihrer M&A- und Private Equity-Praxis konzentriert. Dabei waren sowohl in New York als auch in Hongkong bedeutende Quereinsteiger gekommen.
Auch hierzulande gewann Milbank wiederholt Quereinsteiger: Im Sommer holte sie etwa den Kapitalmarktrechtler Philipp Klöckner von Clifford Chance. Ein Jahr zuvor hatte sie mit Barbara Mayer-Trautmanns Team eine deutliche Verstärkung ihrer Finanzpraxis erreicht und das Private-Equity-Team mit dem Infrastrukturexperten Markus Muhs ausgebaut. Beide kamen ebenfalls von Clifford.