Inhouse

More with less: Rechtsausgaben sinken auf Tiefstand

Die Rechtsabteilungen großer Unternehmen werden effizienter – oder zumindest schlanker: Laut der aktuellen Benchmarking-Studie der Association of Corporate Counsel (ACC), die traditionell einen Überhang an US-Unternehmen hat, sank der Anteil der Rechtskosten am Umsatz auf ein Sechsjahrestief.

Teilen Sie unseren Beitrag

Die ACC hat die Daten für ihre siebte Benchmarking-Studie erneut gemeinsam mit der Personalberatung Major, Lindsey & Africa erhoben. Den Ergebnissen liegen Angaben aus 576 Rechtsabteilungen in 45 Ländern zugrunde.

Der Umfrage zufolge betreut jeder Anwalt im Median 367 Mitarbeitende, so viele wie nie zuvor. Die Gesamtrechtskosten gemessen am Unternehmensumsatz sanken trotzdem von 0,63 auf 0,43 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung.

Trotz des erkennbaren Effizienz- und Kostendrucks machen der Einsatz von Alternative Legal Serviceprovidern, Technologie und Allgemeinkosten jeweils nur einen verschwindend geringen Anteil der jeweiligen Budgetkategorien aus. Spielraum für Innovation und neue operative Wege, die die Effizienz weiter steigern könnten, bleibt mithin kaum.

Dennoch wird die Personalausstattung eher schlechter: Die Zahl der Anwälte pro einer Milliarde US-Dollar Umsatz sank auf im Median drei, das bedeutet einen weiteren Rückgang gegenüber den Vorjahren.

In Deutschland lag der Wert zuletzt laut der JUVE Inhouse-Umfrage bei vier pro Umsatzmilliarde in Euro. Die Umfrage zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen Branchen: Stark regulierte Sektoren wie IT und Pharma beschäftigen deutlich mehr Anwälte und haben eine höhere Kostenquote als etwa der Handel.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de