Nach Abgängen

Hammonds zieht sich aus München zurück

Autor/en
  • Norbert Parzinger

Nach mehreren Abgängen von Partnern und angestellten Anwälten in den vergangenen Monaten wird Hammonds ihr Büro in München schließen. Der letzte verbleibende Partner am Standort, der IT-Rechtler Dr. Philipp Süß, wird voraussichtlich gemeinsam mit Senior Associate Dr. Thomas Fischl in das Berliner Hammonds-Büro wechseln. Über den genauen Zeitpunkt ist noch nichts bekannt.

Teilen Sie unseren Beitrag

Hammonds bezeichnete ihren Entschluss in einer Mitteilung als „konsequenten Schritt“. Im September des vergangenen Jahres hatte zunächst das Münchner Corporate-Team (mehr…) die britische Kanzlei verlassen, in den folgenden Monaten verlor Hammonds zudem ihre gesamte Patentabteilung: Zum Jahreswechsel schieden der Patentanwalt Andreas Ascherl (mehr…) und der Patentprozessrechtler Hosea Haag sowie zwei IP-Associates (mehr…) aus. Die Anwälte wechselten zu Heisse Kursawe Eversheds, die in der bayrischen Landeshauptstadt zum Jahresbeginn ihre neuen Praxisgruppen Patent Services und Patent Litigation an den Start brachte.

Den Bereich Patent Services leitet bei Heisse seit Januar der Ex-Hammonds-Patentrechtspartner Dr. Herbert Kunz. Ihm folgte im Februar Dr. Michael Schneider, der ebenfalls von Hammonds kam (mehr…).

Hammonds arbeitet im Gewerblichen Rechtsschutz künftig fest mit der Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Gulde Hengelhaupt Ziebig & Schneider zusammen. Gulde ist mit 23 Patent- und Rechtsanwälten sowie über 40 Paralegals in Hamburg, Berlin, München, Halle, Greifswald und Peking vertreten. Die Verbindung umfasst Patentanmeldung und -verwaltung wie auch Patentprozesse und besteht bereits seit Ende 2009.

„Die mit der Kooperation verbundenen Synergie-Effekte führen dazu, dass unsere Mandanten zukünftig in allen Fragen des Patentrechts noch effizienter und umfassender betreut werden können“, sagte Dr. Kai Mertens, Managing Partner von Hammonds Deutschland.

Im Markt ist zudem bekannt, dass Hammonds sich dennoch nicht auf Berlin als einzigen Standort in Deutschland zurückziehen möchte. Dem Vernehmen plant die Kanzlei schon länger, ein Büro in Frankfurt zu eröffnen.

Artikel teilen