Der Einzug von Rolf Koerfer in den Aufsichtsrat von Conti ist zumindest vorläufig gestoppt: Das Landgericht Hannover hat in einem Beschwerdeverfahren einstweilig angeordnet, dass vor seiner Bestellung zum Aufsichtsratsvorsitzenden noch Stellungnahmen der restlichen Aufsichtsratsmitglieder eingeholt werden müssen.Als Beschwerdeführer agierte Christian Strenger, der als Conti-Aktionär vor Gericht zog, aber auch zugleich der Regierungskommission Corporate Governance angehört. Strenger sieht einen Interessenkonflikt Koerfers, der Schaeffler seit Anfang an in dem Machtkampf um Conti berät. Ende Januar war bekannt geworden, dass der Düsseldorfer Allen & Overy-Partner Koerfer Hubertus von Grünberg als Aufsichtsratsvorsitzenden des Hannoveraner Automobilzulieferers ablösen soll. (mehr...)
Das Landgericht hob in Bezug auf Koerfer mit der Anordnung einen Beschluss des Amtsgerichts Hannover auf, mit dem vier neue Mitglieder des Conti-Aufsichtsrats bestellt werden sollten. Wirksam sind weiterhin die Bestellungen von Maria-Elisabeth Schaeffler, ihrem Sohn Georg und Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger. Diese drei ersetzen Aufsichtsratsmitglieder, die in den vergangenen Monaten ihre Ämter niedergelegt hatten.
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