Die Wahl des neuen Managing-Partners verläuft in der US-Kanzlei eher informell. Die zurzeit acht deutschen Partner verständigen sich auf einen Kandidaten und klären ihre Wahl im Anschluss mit dem New Yorker Büro.
Bauer war vor gut drei Jahren von Gleiss Lutz zu Skadden gewechselt. Bei Gleiss hatte er bis dahin nahezu seine gesamt berufliche Laufbahn verbracht, 2005 war er in die Gleiss-Partnerschaft aufgenommen worden. Seitdem war Bauer von Frankfurt aus tätig. Seinen Schwerpunkt verlagerte er bereits dort vom M&A-Geschäft verstärkt zu Private Equity. Bei Skadden ist er derjenige, der in Deutschland für Private Equity steht.
Die US-Kanzlei fokussiert sich mit ihren derzeit 39 deutschen Anwälten auf das Transaktionsgeschäft. Entsprechend soll dieser Bereich auch künftig weiter wachsen – genauso wie Litigation/Investigation, dem neben Mayer noch Partnerin Dr. Anke Sessler angehört. Vorbild für ein mögliches Wachstum ist das Londoner Büro, dem mittlerweile knapp unter 200 Anwälte angehören. In Deutschland strebt die Kanzlei eine Größe von etwa 60 Anwälten an.
Mayer ist seit Dezember 2004 bei Skadden und verantwortete knapp zehn Jahre als Managing-Partner die Geschicke der Kanzlei. Er gilt als der prägende Kopf der Compliance-Praxis und sorgte zuletzt für Schlagzeilen, als er die interne Untersuchung bei Continental übernahm.