Neugründung

PE-Leiter von Norton Rose macht sich selbstständig

Holger Scheer (45), Leiter der Private-Equity-Praxis von Norton Rose Fulbright, verlässt die Kanzlei und gründet eine Boutique für Transaktionsberatung. Die Kanzlei wird unter dem Namen Skye Partners firmieren und zum Februar 2018 an den Start gehen. Zum Gründungsteam gehören außer Scheer der gegenwärtige Counsel bei Norton Rose, Christoph Breithaupt, und zwei Associates von Norton Rose. Breithaupt wird als Partner bei Skye einsteigen.

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Holger Scheer
Holger Scheer

Scheer war 2014 von Dentons gekommen und berät vor allem bei mittelgroßen Private-Equity-Transaktionen und Mandanten aus der Technologiebranche. So hat er die Gesellschafter von Innogames beim Verkauf einer Mehrheit an die schwedische Mediengruppe MTG beraten. Bei den Finanzinvestoren ist VR Equitypartner eine Stammmandantin. 2016 hatte sie Scheer beim Erwerb von Dienstleister n3k Informatik beauftragt.

In seiner neuen Einheit will Scheer bei der Mandatsarbeit verstärkt auch auf Legal Tech setzen und hat dafür ein eigenes IT-Tool entwickelt. „Unsere technische Aufstellung erlaubt es uns, Projekte jeder Größe und Komplexität als integriertes und multidisziplinäres Team darzustellen und hierbei kompromisslose Qualität bei maximaler Kosteneffizienz anzubieten“, so Scheer.

Mit dem Weggang von Scheer muss Norton Rose ihre Private-Equity-Praxis umbauen. So wird Corporate-Gruppenleiter Dr. Klaus Bader bei der Beratung von Investoren einspringen. Er hat schon öfter Finanzinvestoren bei Infrastruktur- und Energieinvestitionen beraten – beispielsweise 2016 GE Capital und Coriolis bei der Eigenkapitalinvestition in den Offshore Windpark Merkur.  Zudem unterhält das Londoner Büro enge Beziehungen zu AnaCap, die mehrere Investitionen in Deutschland getätigt hat (unter anderem beim Erwerb einer Mehrheit an dem FinTech-Unternehmen Heidelpay).

Anfang 2017 stieg aber auch mit Dr. Patrick Narr ein erfahrener Partner von White & Case ein, der nun die Leitung der PE-Praxis übernehmen soll. „Wir sind im Bereich Private Equity weiterhin gut aufgestellt“, sagt Narr. „Es wird nun für die weitere Stärkung unserer Private-Equity-Praxis darauf ankommen, dass die deutschen und europäischen Standorte noch enger zusammenarbeiten, um das große Potenzial unseres internationalen Netzwerkes nutzen zu können. Insbesondere hierauf wird unser Augenmerk in den nächsten sechs Monaten liegen.“

Norton Rose hat die Corporate-Praxis in den letzten Monaten weiter aufgestockt. Im Oktober 2017 kam White & Case-Kapitalmarktrechtler Dr. Benedikt Gillessen. Zudem wurde die weltweite Praxis, vor allem im Bereich Infrastrukturprojekte durch die Fusion in den USA mit Chadbourne & Parke erheblich verstärkt.

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